Wir über uns…

Gründung – Entwicklung – Ziele

Ziel eines jeden örtlichen Geschichtsvereins ist die Pflege des historischen Erbes der Gemeinde. Diesem Ziel verpflichtet fühlten sich im Jahre 2001 Geschichtsinteressierte, die sich zunächst zwanglos darüber unterhielten, wie dieses Erbe bewahrt werden könnte. Schnell war die Idee der Gründung eines Geschichtsvereins geboren. Nach einigen Vorgesprächen fand bereits am 26. April 2002 die Gründungsveranstaltung im Lokal „Zur Alten Schmiede“ statt. 41 Gründungsmitglieder wählten den geschäftsführenden Vorstand und berieten über die erarbeitete Vereinssatzung. Nach einstimmigem Beschluss erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Aachen.

 

Nachdem das zuständige Finanzamt die Gemeinnützigkeit des Geschichts-vereins Baesweiler anerkannt hatte, konnte im Anschluss an die administrativen Vorarbeiten mit der Arbeit begonnen werden, nämlich mit der Aufarbeitung der Stadtgeschichte. Dies begann von Beginn an sehr strukturiert, indem Arbeitskreise eingerichtet wurden, deren Mitglieder sich mit speziellen Themengebieten befassten. Diese Vorgehensweise war unbedingt erforderlich, denn die Geschichte Baesweilers bietet eine Vielzahl von Ansatzpunkten, um zu forschen und historisch tätig zu sein. Eine unstrukturierte Herangehensweise hätte sicherlich sehr zügig ins unüber-sichtliche Chaos geführt. Doch diesen Fehler begingen die Gründer zum Glück nicht, so dass der Geschichtsverein Baesweiler von Beginn an auf eine vernünftige Basis gestellt werden konnte, die für das erfolgreiche Wachstum des Vereins in den Folgejahren grundlegend war.

 

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, auf seine Entwicklung differenziert einzugehen, jedoch verdeutlicht bereits der nachfolgende kurze Überblick, dass der Weg seit der Vereinsgründung bis heute ein erfolgreicher war:

 

Die 41 Gründungsmitglieder sollten nicht lange alleine bleiben, denn bald gesellten sich weitere Geschichtsinteressierte hinzu: heute – Stand September 2019 – sind es mehr als 420. Das erste Mitteilungsblatt – es erscheint vierteljährlich – konnte am 25. Mai 2002 den Mitgliedern präsentiert werden. Im Juni 2017 ging bereits das 60. Mitteilungsblatt in den Druck, mittlerweile sind es fast 70 Ausgaben mit historischen Beiträgen, Berichten zu Veranstaltungen und weiteren Vereinsnachrichten aller Art.

 

Stichwort Veranstaltungen: Sie stoßen regelmäßig auf öffentliches Interesse, was für deren Qualität spricht. So plante und organisierte der Geschichtsverein Baesweiler u. a. den 1. Euregionalen Geschichtsmarkt in der Abtei Rolduc. 26 Aussteller und 10 Referenten zeigten in einer beeindruckenden Leistungsschau, wie vielfältig die Möglichkeiten zur Erforschung der lokalen und regionalen Geschichte sind. Der 2. und 3. Euregionale Geschichtsmarkt folgten in den Jahren 2017 und 2019; mit jeweils mehr als 30 Ausstellern übertrafen beide die Premierenveran-staltung deutlich. Auch die öffentliche Resonanz war sehr positiv, denn bis zu 1.100 Gäste durften an den Tagen begrüßt werden.

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Der aktuelle Vorstand setzt sich aus folgenden Vereinsmitgliedern zusammen:

1. Vorsitzende:

Catharina Scholtens • CG.Scholtens@t-online.de

 

stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer:

./.

 

stellvertrender Geschäftsführer:

Peter Kullick • Tel. 02401 88808

 

Schatzmeister:

Sascha Kochs • Tel. 02401 2315  • Fax 02401 801135

GVB-S.Kochs@web.de

 

Archivar:

Josef Reinartz • Tel. 02401 5573

 

Beisitzer:

      Peter Konzer

Dr. Günther Mohr • Tel. 02401 4101

Klaus Peschke

Dietmar Petschel

Alexander Plum • Tel. 02401 8185

Dr. Ulrich Schroeder • Tel. 02451 42342


Das Archiv des Geschichtsvereins in der Alexanderstraße

Auch die Veranstaltungen zum Gedenken an die Schließung der Zeche „Carl Alexander“ vor 40 Jahren (20. - 23. August 2015) waren mit mehr als 600 Gästen sehr gut besucht. Neue Wege beschritt der Geschichtsverein Baesweiler mit der Ausrichtung eines Sommerfestes gemeinsam mit der Baesweiler Tafel (27. August 2016). Der Reingewinn kam ausnahmslos dieses für Baesweiler so wichtigen caritativen Vereins zugute. Inzwischen war der Geschichtsverein Baesweiler erneut caritativ tätig, womit auch seine Verbundenheit zur Stadt und zur Baesweiler Vereinswelt zum Ausdruck kommt.


Die Qualität der Vereinsarbeit lässt sich auch daran bemessen, dass die Kooperation mit der Volkshochschule Nordkreis Aachen im Laufe der Jahre stets enger geworden ist. Die Zusammenarbeit wurde ab Herbst 2017 weiter vertieft, indem die Veranstaltungsreihe „Geschichte verstehen - Zukunft gestalten“ gemeinsam mit dem Historiker Enno Schwanke vom Historischen Institut der Universität Köln konzipiert wurde. Nach sieben Themenwochen-enden und 14 Veranstaltungen endete sie am 7./8. September 2018.


Nicht zuletzt spiegeln die persönlichen Auszeichnungen von Mitgliedern die Leistungsfähigkeit des Geschichtsvereins Baesweiler wider. So erhielten Im Jahre 2014 gleich zwei Vereinsmitglieder den Rheinlandtaler des Landschaftsverbands Rheinland: Catharina Scholtens und Horst Gießler. Am 5. September 2019 durfte auch der Leiter des Arbeitskreises Archäologie, Alexander Plum, die begehrte Auszeichnung in Empfang nehmen. Nach Kurt Faßbinder sind es damit bereits vier Vereinsmitglieder im Besitz des Rheinlandtalers.


Neben den Mitgliedern ist zentral für die erfolgreiche Vereinsarbeit das Archiv in der Alexanderstraße 14, in dem die Experten des Arbeitskreises Archiv jede Woche akribisch an der Sichtung und Erfassung von Archivalien arbeiten. Die Arbeit setzt sich Woche für Woche fort, womit die Grundlage geschaffen wird, das historische Gedächtnis unserer Stadt zu bewahren und damit nachfolgenden Generationen die Möglichkeit zu geben, auch in Zukunft die Geschichte Baesweilers und der Region zu erforschen.


Die Perspektiven und die Schwerpunkte der späteren Heimatforscher bleiben abzuwarten, wobei es erfreulich wäre, wenn bestimmte Traditionen fortgeführt werden würden, wie z. B. die Herausgabe des Jahrbuches, von dem im Herbst 2018 bereits der fünfte Band erschienen ist (Jahrbuch 6 wird 2020 veröffentlicht werden). Neben dem regelmäßig erscheinenden Jahrbuch sind diverse Publikationen erschienen, die sich mit einem Schwerpunktthema befassen.


Der in all den Jahren geleisteten Vereinstätigkeit war es sicher förderlich, dass die meisten Vorstandsmitglieder bereits seit Jahren aktiv sind, wobei durchaus erwähnenswert ist, dass von den Vorstandsmitgliedern der ersten Stunde noch immer einige in diesem Gremium vertreten sind: Dr. Günther Mohr, Klaus Peschke und Dr. Ulrich Schroeder. Es hat sicherlich der Vereinsarbeit gut getan, dass bei einem Wechsel stets nur wenige Neubesetzungen erfolgten und es nie zu einer kompletten Auswechslung des Vorstands kam.