Vortrag von Andreas Kitz 7. Februar 2019, 19 Uhr, Lokal „Zur alten Schmiede", Aachener Str. 240, Baesweiler

Das königlich-preußische Reserve-Infanterie-Regiment 68 aus den Kreisen Düren, Geilenkirchen, Heinsberg und Jülich im Ersten Weltkrieg

Der Geschichtsverein Baesweiler startet das Programm des ersten Halbjahres mit einer Veranstaltung, die die an den Ereignissen unmittelbar beteiligten Menschen in den Blickpunkt rückt, die Soldaten, die im Ersten Weltkrieg im königlich-preußischen Reserve-Infanterie-Regiment 68 dienten. Der Referent und ausgewiesene Experte Andreas Kitzbefasst sich am Donnerstag, 7. Februar 2019, 19 Uhr, mit einem Regiment, in dem überwiegend Soldaten aus den Kreisen Düren, Geilenkirchen, Heinsberg und Jülich kämpften. Im Lokal „Zur alten Schmiede“, Aachener Straße 240, 52499 Baesweiler wird er dazu die sehr persönliche Seite eines Krieges ins Blickfeld nehmen: Wie fühlten sich die Männer in der Gewissheit, bald an der Front zum Einsatz zu kommen? Wie war ihre grundsätzliche Sicht auf den Krieg? Was erlebten sie an der Front? Mit diesen und anderen Fragestellungen konzentriert sich der Referent auf die subjektiven Erfahrungen und Wahrnehmungen der Soldaten.

 

Das Ergebnis der jahrelangen Forschungen von Andreas Kitz ist die detaillierte und ausführliche Regimentsgeschichte der ersten 30 Tage des Ersten Weltkriegs, wobei er sich auf sehr unterschiedliche Quellen stützt: Feldpostbriefe und Tagebuchaufzeichnungen, darüber hinaus örtliche Tageszeitungen jener Zeit sowie amtliche Dokumente und Festschriften, die die Quellenlage vervollständigen.

 

Der Vereinsvorstand hofft, zahlreiche Gäste zu der Veranstaltung begrüßen zur dürfen.


Stolpersteinverlegung für Siegfried Randerath, geboren in Baesweiler

- Verlegung am 6. Februar 2019, 9 Uhr, Niersteiner Hof, Aachen-Vetschau              - Gedenkfeier am 10. Februar, 11 Uhr, Niersteiner Hof, Aachen-Vetschau

 

Angeregt durch den aus Vetschau stammenden Pfarrer Franz-Josef Lausberg, Sohn des letzten Pächters auf dem Niersteiner Hof, lässt ein Arbeitskreis der Dorfgemeinschaft am 6. Februar 2019 um 9 Uhreinen Stolperstein für Siegfried Randerathdurch den Künstler Gunter Demnig verlegen. 

Siegfried Randerath, geb. 1905, in Baesweiler-Oidtweiler, war Melker auf dem großen Niersteiner Hof, der seinerzeit von der Familie Lausberg bewirtschaftet wurde. Er wurde 1937 wegen einer nicht folgenlos gebliebenen Beziehung zu einem "Aachener Mädchen", aus dem Kuhstall heraus verhaftet, u.a. nach Oranienburg verbracht und schließlich 1942 in Majdanek ermordet. Obwohl er zunächst „nur wegen Rassenschande“ zu einer Zuchthausstrafe verurteilt wurde, kam er nicht mehr frei. Eine Odyssee durch Lager und diverse KZ führte schließlich 1942 zum Tod. Randerath hatte sich bereits 1920 ohne Druck taufen lassen, war also kein bekennender Jude mehr. Hätte Siegfried Randerath nicht zu seiner Beziehung gestanden und kein Eheaufgebot bestellt, hätte er vermutlich die NS-Zeit überlebt. Das Datum seines Taufscheines, aus dem hervorgeht, dass er nicht seit seiner Geburt Christ war, hat ihn letztendlich das Leben gekostet. Der Niersteiner Hof war damit der letzte Wohnsitz von Siegfried Randerath in Freiheit. Erhaltene Briefe und Fotos von Siegfried Randerath, die er aus der Haft an die Familie Lausberg geschrieben hat, erinnern eindrucksvoll an seinen Schicksalsweg. Die Dorfgemeinschaft hat über sein kurzes Leben recherchiert und das Material zusammengetragen. Sie will ihm ein ehrendes Andenken bewahren und dauerhaft an ihn erinnern. In Aachen existiert bereits eine ganze Reihe von Stolpersteinen, der Stein von Siegfried Randerath wird der erste in der Gemeinde Laurensberg sein. 

 

Am 10. Februar 2019veranstaltet das Dorf um 11 Uhreine Gedenkfeier für Siegfried Randerath. Später soll noch eine Gedenktafel oder eine Veröffentlichung an Siegfried Randerath erinnern.

 



Baesweiler von A bis Z

Buch von Vereinsmitglied Hilger I. Schäfer

Das langjährige Mitglied des Geschichtsvereins Baesweiler, Hilger I. Schäfer, hat nach Beiträgen für die Mitteilungsblätter sowie für die Jahrbücher des Vereins nun ein eigenes Buch herausgegeben:

 

„Baesweiler von A bis Z"

 

Wissenswertes und Unwichtiges in vielen Stichworten, über Historisches und Aktuelles, über Kunst, Kultur und Gebräuche, über Menschen und Orte, so der Untertitel.

 

Es handelt sich dabei um ein Lexikon, eine Art Stadtführer, der all die Dinge näher erläutert, die man mit dem liebenswerten Baesweiler in Verbindung bringt, Begrifflichkeiten, schon häufig gehört, deren Bedeutung jedoch nicht unbedingt bekannt ist. Wo liegt eigentlich die „Kolonie Mexiko“ und was ist überhaupt eine „Kolonie“? In Baesweiler soll es den „Egerlandweg“ geben und der liegt im „Ostdeutschen Viertel“? Und dann soll in Baesweiler auch noch Sport auf Weltklasseniveau angeboten werden, bei dem der „Preis der schwarzen Diamanten“ zu gewinnen ist? Diese und viele andere Fragen führt der Autor auf mehr als 220 Seiten der Beantwortung zu. Selbst für gebürtige Baesweiler dürfte die eine oder andere Überraschung dabei sein.

 

Der Vorstand dankt Herrn Schäfer für seine aktive Mitarbeit an den Veröffentlichungen des Geschichtsvereins Baesweiler, und Ihnen wünschen wir viel Freude und manchen Aha-Moment bei der Lektüre von „Baesweiler von A bis Z“, welches Sie für 10,- € bei der Buchhandlung Wild in Baesweiler und in Setterich bei Lotto/Zeitschriften/Kiosk Simon erwerben können.