Rückblick auf 2019



Der Jahreskalender 2020 ist wieder ein Verkaufsschlager.

 

In den letzten Jahren hat sich der Kalender mit historischen Aufnahmen von Baesweiler zu einer guten Visitenkarte des Geschichtsvereins erwiesen. Der Verkaufserfolg zeigt das.

 

 

 

 




Gemütlich: Adventskaffee für unsere Mitglieder am 30. November!

Erstmals haben wir diese Veranstaltungsform gewählt - statt auf dem Weihnachtsmarkt unsere druckfrischen Kalender anzubieten. Aber nicht nur 40 Kalender gingen weg wie warme Sammeln. Auch der Glühwein, die Kekse und die Printen fanden Abnehmer.

Der Vorstand ist optimistisch: das wiederholen wir!


Familienforschung boomt, auch beim 8. Genealogentag.

Bis zu 200 Personen drängelten sich in der Burg. Dank an alle Aussteller und Helfer!

Liebe Aussteller und Mitwirkende,

unser diesjähriger "Tag der Genealogie" ist schon wieder Geschichte: Der Arbeitskreis Familienforschung bedankt sich bei Ihnen allen hiermit ganz herzlich. Wie ich von vielen gehört habe, war es durchweg ein "erfolgreicher" Tag: unser Ziel, eine Plattform zur Präsentation und zum Gedankenaustausch rund um die Familien- und Heimatforschung zu bieten, ist damit wohl wieder aufgegangen. Und dazu haben Sie alle maßgeblich beigetragen - nochmals vielen Dank!

Werner Offergeld

für den Arbeitskreis Familienforschung

Ps. Eine Videosequenz auf Joutube kann hier angesehen werden:

Geschichtsverein Baesweiler-Tag der Genealogie

 




Ausstellung und Firmenbesuche: 24. Okt. - 2. Nov. 2019

Zusammen mit der Stadt Baesweiler und dem "its" haben wir eine Ausstellung im KREATIV-Laden in der Kirchstraße gezeigt. Anlass war der Beginn der Förderung von Carl-Alexander 1919.

Bei der Ausstellungseröffnung hat Klaus Peschke bei seinem Einführungsvortrag besonders die Zeit vor Beginn des Bergbaus in Baesweiler in den Mittelpunkt gerückt. Unterlagen aus dem Stadtarchiv waren die Quelle. Anschließend stellte Geschäftsführer Dirk Pfeifferling die wirtschaftliche Entwicklung des "its" in zahlreichen Tabellen dar.

Die Ausstellung war mit einer Videoinstallation verbunden. Im Schaufenster liefen  als Dauerschleife ergänzende Bilder von Carl-Alexander. Zum Veranstaltungsbeginn und im laufe der folgenden Woche kamen zahlreiche wissbegierige Besucher. Alle begleitenden Exkursionen waren schnell ausgebucht. Die Firma PerkinElmer zeigte den Besuchern ihr beeindruckendes Verfahren, dass bei der DNA-Analyse unverzichtbar ist. Die Firma COOK-Medizintechnik vertreibt Gerätschaften, die auch bei Herzkatheteruntersuchungen eingesetzt werden. Beim abschließenden Spaziergang mit Bürgermeister Dr. Linkens ging es um die aktuelle Entwicklung des Geländes beim Alexander-Park.



Ausflug zum Haus Doorn/NL - Letzter Wohnsitz von Kaiser Wilhelm II.

Samstag, 9. November 2019

Am 9. November, dem „Schicksalstag der Deutschen“, fanden sich 39 Teilnehmende vom Geschichtsverein Baesweiler und dem Geschichtskreis St. Sebastian Würselen zusammen, um in einem komfortablen Reisebus ins niederländische Doorn (Gemeinde Utrechtse Heuvelrug) zu fahren. Einblicke in das Leben des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. in seinem Exil zu erhalten, das war das Ziel der Tagestour. Spätestens am 9. November 1918 hatte er die Aussichtslosigkeit einer Rückkehr nach Deutschland erkannt - seit dem 29. Oktober hielt er sich bereits im belgischen Spa auf, Reichskanzler Max von Baden hatte am 9. November eigenmächtig die Abdankung des Kaisers verkündet - so dass er sich angesichts dessen am 10. November ins niederländische Exil begab. Zunächst fand er Unterkunft im Schloss Amerongen, bevor er 1920 ins wenige Kilometer entfernte Doorn übersiedelte, wo er die letzten 21 Jahre seines Lebens verbringen sollte.

 

Auf der Hinfahrt gab es zunächst eine historische Einführung zum Datum 9. November, seiner Bedeutung in der deutschen Geschichte, auch das Thema Erinnerungskultur war Teil des Vortrags, bevor das Leben Wilhelms beleuchtet wurde. Die Ausführungen zu seinem Leben beinhalteten folgende Punkte: Schwierige Geburt, die Behinderung seines linken Arms und eine dadurch wenig unbeschwerte Kindheit und Jugend, sein Wirken als Kaiser in der Öffentlichkeit mit seinem Hang zum militärischen Zeremoniell, sein stilprägender Einfluss auf die deutsche Gesellschaft und deren zunehmende Militarisierung, die literarische Verarbeitung des obrigkeitshörigen wilhelminischen Bürgers in Heinrich Manns Roman „Der Untertan“, es fehlten natürlich nicht seine innen- und außenpolitischen Bemühungen und Entscheidungen, die häufig von seinem sprunghaften, wankelmütigen und widersprüchlichen Charakter beeinflusst waren. Die Persönlichkeit Wilhelms wurde auch während der Führung in Doorn thematisiert. Die Guides beschrieben ihn als einen impulsiven, auch jähzornigen Charakter, der seine in einer solchen Stimmungslage wenig abgewogenen Worte jedoch häufig bereute, so dass er die von ihm verletzten Gesprächspartner bald um Entschuldigung bat. Oft geschah dies im sogenannten Herrenzimmer, in dem er sich mit seinen Offizieren traf, seinen geliebten deutschen Wein trank und Monologe hielt.

 

In Doorn waren nicht wenige Mitreisende etwas erstaunt: Zwar ist das Grundstück mit dem wunderschönen Park mit rund 60 Hektar großzügig bemessen, allerdings wirkt im Kontrast dazu das dreiflüglige Schloss recht bescheiden und wenig kaiserlich. Zu bedenken ist jedoch, dass Wilhelm Grundstück und Gebäude aus eigenen Mitteln finanzieren musste. So hatte er auf einem niederländischen Bankkonto 650.000 Mark geparkt - offensichtlich für einen Notfall wie eine erzwungene Abdankung - wovon er 500.000 Mark für den Erwerb von Haus Doorn nutzen musste. Seinen Lebensunterhalt dort konnte er durch die Fürstenabfindung finanzieren, die ihm die Weimarer Republik gewährt hatte. Darüber hinaus wurde ihm erlaubt, große Mengen seines Inventars aus seinen ehemaligen Schlössern in Berlin und Potsdam nach Doorn zu holen. Bereits im September 1919 waren die ersten 59!!! Eisenbahnwaggons eingetroffen. So konnte er die opulente Ausstattung des Schlosses vornehmen, die Wilhelms persönlichen Bedürfnissen entsprach, sein Wunsch nach Repräsentation und Inszenierung kaiserlichen Anspruchs war nach wie vor sehr vital. Im Ergebnis bildete die Einrichtung die Kulisse für die tagtägliche Hofkultur im Taschenformat. Die Reisegruppe sah sich einem Inventar gegenüber, welches bis heute unverändert ist, darüber hinaus wurde die Alltagswelt durch die anschauliche Führung lebendig, sie ermöglichte den Teilnehmenden eine authentische Vorstellung der fürstlichen Wohnkultur. 

 

Der letzte deutsche Kaiser träumte zeitlebens davon, auf seinen Thron in einem wieder monarchischen Deutschland zurückzukehren. Bekanntlich ist es dazu nie gekommen. Er verblieb in Doorn bis zu seinem Tode im Jahre 1941. Das Mausoleum, in dem er auf dem Landgut bestattet ist, hatte er selbst entworfen, dort wurde er bestattet, dort ruht er bis heute. In einem republikanischen Deutschland seine letzte Ruhe zu finden, kam für ihn nicht in Frage.

 

Die nachfolgende Fotogalerie dient als Rückschau an eine angenehme und erkenntnisreiche Tagesfahrt, die mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Orangerie, Spaziergängen im Park und einem Besuch des malerischen und von üppigem Grün und herbstlichen Farben eingerahmten Doorn abgerundet wurde.

 

 


Vortrag Weimarer Republik - Teil 4

Krise und Untergang

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 19 Uhr

Kulturzentrum Burg Baesweiler, Ritterzimmer, Burgstraße 16


Vortrag: Vom Sperrbrecher zum staatsfeindlichen Menschenhändler

Zeitzeuge Hartmut Richter berichtet über sein Leben in der DDR, als Republikflüchtling, Fluchthelfer und Gefangener der Stasi

Mittwoch, 2. Oktober 2019, 19 Uhr,                                                                                    Rathaus Alsdorf, Hubertusstraße 17, Sitzungssaal                                             Veranstalter: VHS Nordkreis Aachen u. Alsdorfer Geschichtsverein

Die Ausführungen von Hartmut Richter beruhen sämtlich auf eigenem Erleben, sie sind nicht nur fesselnd, sie lassen einen Blick auf Geschehnisse zu, der sich nur schwerlich aus Literatur gewinnen lässt.

 

1948 im brandenburgischen Glindow geboren, war Hartmut Richter zunächst begeistert bei den jungen Pionieren. Erst als er seine Mitschüler an seinen Pionierleiter verraten sollte, änderte sich seine Einstellung zur DDR, sein Traum von der Freiheit begann. 1966 scheiterte sein erster Fluchtversuch. Er wurde gefasst und in das Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit nach Potsdam gebracht. Da er Reue vortäuschte, fiel das Urteil glimpflich aus. Noch im selben Jahr schwamm er durch den Teltow-Kanal nach West-Berlin. Seit Beginn der 1970er Jahre agierte er als Fluchthelfer, 33 Menschen konnte er über die Transitstrecke nach West-Berlin bringen, bevor er verhaftet und wegen "staatsfeindlichen Menschenhandels" zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde. Im Oktober 1980 wurde Hartmut Richter von der BRD freigekauft.

 

Heute engagiert sich Hartmut Richter als Zeitzeuge für die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Er ist seit vielen Jahren  als Besucherreferent in Gedenkstätten aktiv, z. B. in Hohenschönhausen. Für seine Arbeit als Fluchthelfer erhielt er 2012 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

 


Vortrag von Dr. Karen Jeneson

Donnerstag, 12. September 2019, 19 Uhr

Kulturzentrum Burg Baesweiler, Burgstraße 16, 52499 Baesweiler



Alexander Plum erhält Rheinlandtaler

Verdiente Auszeichnung für den Archäologen und Bodendenkmalpfleger des Geschichtsvereins Baesweiler

Zur großen Freude des Vereinsvorstands erhielt Alexander Plum am 5. September im Rathaus der Stadt Baesweiler aus den Händen von Karin Schmitt-Promny M. A., der stellvertretenden Vor-sitzenden der Landschaftsversammlung Rhein-land, "die Goldmedaille in Geschichte". Würdi-gende Worte von ihr, Bürgermeister Dr. Willi Linkens und Städteregionsrat Tim Grüttemeier sowie zahlreich erschienene Gäste bildeten den festlichen Rahmen für die Preisverleihung.

 

Vorstandsmitglied Alexander Plum ist bereits der vierte Preisträger aus den Reihen des Geschichtsvereins Baesweiler, vorher erhielten Kurt Fassbinder, Horst Gießler und Catharina Scholtens den begehrten Preis. 

 

Der Vereinsvorstand gratuliert Alexander Plum zu dieser hohen Auszeichnung. Seine profunden Kenntnisse im Bereich der Archäologie und der Bodendenkmalpflege machen ihn nicht nur zu einem ausgewiesenen Experten, in Verbindung mit seiner Leidenschaft für diese Tätigkeitsfelder und seiner jahrzehntelangen ehrenamtlichen Tätigkeit, in der er von seiner Frau und seiner gesamten Familie unterstützt wird, ist er mit seinem herausragenden kulturellen Engagement ein würdiger Preisträger. Wir sind stolz darauf, mit Alexander Plum einen weiteren Träger des Rheinlandtalers und einen sehr angenehmen Zeitgenossen in unseren Reihen zu haben.

 

Der Vorstand


Vortragsreihe zur Weimarer Republik

3. Termin: Donnerstag, 29. August 2019, 19 Uhr                                                         Kulturzentrum Burg Baesweiler, Ritterzimmer, Burgstraße 16, Baesweiler    Kooperationsveranstaltung mit der VHS Nordkreis Aachen


Die Wurm - Ein Fluss, der Geschichte schrieb

Vortrag von Peter Dinninghoff

Mittwoch, 10. Juli 2019, 19 Uhr,                                                                              Kulturzentrum Burg Baesweiler, Ritterzimmer, Burgstraße 16, 52499 Baesweiler



Vortragsreihe zur Weimarer Republik

2. Termin: Donnerstag, 13. Juni 2019, 19 Uhr,                                                        Kulturzentrum Burg Baesweiler, Burgstraße 16, 52499 Baesweiler, Kooperationsveranstaltung mit der VHS Nordkreis Aachen


ACHTUNG! ACHTUNG! ACHTUNG!

Neue Veranstaltungsörtlichkeit!

Sehr geehrte Vereinsmitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Geschichtsvereins Baesweiler,

 

das bisher üblicherweise als Veranstaltungsort genutzte Lokal "Zur alten Schmiede" (Aachener Straße 240, Baesweiler) steht dem Geschichtsverein Baesweiler ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Aus diesem Grunde finden die Veranstaltungen des Geschichtsvereins Baesweiler ab dem Vortrag Weimarer Republik (Teil 2, 13. Juni 2019, s. u.) im Kulturzentrum der Burg Baesweiler statt.

 

Wir bedanken uns bei Familie Gandelheid und beim gesamten Personal der "Alten Schmiede" für die jahrelange angenehme Zusammenarbeit. Wir bedauern sehr, dass der Betrieb eingestellt werden musste und wünschen Ihnen allen alles erdenklich Gute für die Zukunft.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Vereinsvorstand


„Früher war alles viel besser…? -   1945-1965: Wie es wirklich war!"

Donnerstag, 16. Mai 2019, 19 Uhr,                                                                                                 Lokal „Zur alten Schmiede“, Aachener Straße 240, 52499 Baesweiler



Jahreshauptversammlung 2019

Donnerstag, 11. April 2019, 19 Uhr,                                                                                            Lokal „Zur alten Schmiede, Aachener Straße 240, 52499 Baesweiler


3. Euregionaler Geschichtsmarkt I

Das Organisationsteam freut sich über zahlreiche positive Rückmeldungen von den teilnehmenden Vereinen und Ausstellern aus der Grenzregion. Beispielhaft die folgende vom Verein Bergbaudenkmal Grube Adolf aus Merkstein. Sie stellt besonders auf die Pflege des nachbarschaftlichen Verhältnisses ab und betont damit den Gedanken der Völkerverständigung, der von allen an der Organisation Beteiligten nur unterstrichen werden kann:

Liebes Orgateam,

 

im Namen von Bergbaudenkmal Grube Adolf e.V. und auch ganz persönlich, darf ich mich recht herzlich für diese Veranstaltung bedanken. Eine Bereicherung unseres kulturellen Lebens diesseits und jenseits der Gemeinden. Ich denke, dass auf diesem Wege sehr viel für das nachbarschaftliche Verhältnis erreicht wird. Wenn nicht sogar mehr, wie jede politische Anstrengung erreichen kann.

 

In diesem Sinne LG und Glück Auf von Grube Adolf

 

FJ Küppers

 

Und nun noch - mit freundlicher Genehmigung des Redakteurs Yannick Longerich - die aktuelle Berichterstattung zum Thema:

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Aachener Zeitung v. 16. April 2019.pdf
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3. Euregionaler Geschichtsmarkt II

7. April 2019, 11-17 Uhr, Abtei Rolduc, Heyendallaan 82, NL-6464 Kerkrade

Die Organisatoren des 3. Euregionalen Geschichtsmarkts in der Abtei Rolduc - Geschichtsverein Baesweiler e. V. und die Stichting Eurode 2000+ - bedanken sich bei allen Ausstellern und Referenten, die mit ihrer Teilnahme die Ausrichtung einer solch großen Veranstaltung wieder einmal möglich gemacht haben. Nach 2015 und 2017 ist auch die dritte Auflage des Zusammentreffens von in der lokalen und regionalen Historie Forschenden auf ein breites Publikumsinteresse gestoßen. Die positive öffentliche Resonanz, die sich bereits beim 1. und 2. Euregionalen Geschichtsmarkt zeigte, ist nicht weiter verwunderlich, denn alle Teilnehmenden haben in der Vergangenheit und nun erneut unter Beweis gestellt, wie facettenreich lokale und regionale Geschichte ist. Ohne die wiederkehrende Bereitschaft der Aussteller und Referenten, ihre vielfältigen historischen Tätigkeitsfelder vorzustellen, hätte sich der Euregionale Geschichtsmarkt nicht etablieren können. Für dieses großartige Engagement ein von Herzen kommendes Dankeschön!

 

Teilnehmende Vereine sowie die Referenten mit ihren Vortragsthemen:

 

Deutschland: Geschichtsverein Baesweiler, Geschichtsverein Setterich, Geschichtsverein Jülich, Förderverein Kommende Siersdorf, Heimatverein Kohlscheid 1932 e. V., AKV Sammlung Crous, Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde, Geschichtskreis St. Sebastian Würselen, Geschichtswerkstatt Würselen, Heimat- und Geschichtsverein Euchen, Heimatverein Bardenberg, Kulturarchiv der Stadt Würselen, Ammianus Verlag Aachen, Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Bergbaudenkmal Adolf Merkstein, Paul Akens Herzogenrath, Alsdorfer Geschichtsverein, Alfred Reimund Alsdorf, Familienbuch Euregio, Heimatverein Haaren-Verlautenheide, Andreas Kitz vom Geschichtsverein in der Gemeinde Niederzier, Dr. Frank Pohle für den Geschichtsverein für das Bistum Aachen e. V..

 

Niederlande: OCGL Landgraaf, LGOG Parkstad, Land van Herle, Uitgeverij Aloysiuskruiden, Historische Kring Kerkrade + Gemeentearchief, Stichting Genealogiek Sjènne, Bokkenrijdersgenootschap, HVK de Hopel, Schacht Nulland, Spaans-Oost Reg. Los Rios de Gutièrrez, Historisch Goud, Nederlands Mijnmuseum Heerlen, Heemkundevereiniging De Bongard, Stichting Bokkenrijders “myhte en werkelijkheid“.

 

Vorträge:

- 11:45 - 12:30 Uhr Andreas Schaub, Stadtarchäologe Aachen, „Zwischen Römerzeit und Karl dem Großen - neue Ausgrabungen in Aachen"

- 12:45 - 13:30 Uhr Martin van der Weerde, „Gastarbeit im Bergbau"

- 13:45 - 14:30 Uhr Michael Kuhn, „Der Geschmack des Weltreichs - Einführung in die römische Küche mit Kostproben"

- 14:45 - 15:30 Uhr Dr. Karen Jeneson, „Römer und Gallier, Soldaten und Bauern - Die Geschichte des römischen Südlimburgers"

- 15:45 - 16:30 Uhr Peter Dinninghoff, „Die römische Toilette und was danach kam"

 


Vortragsreihe zur Weimarer Republik

1. Termin: Donnerstag, 28. März 2019, 19 Uhr, Lokal „Zur alten Schmiede“, Aachener Straße 240, 52499 Baesweiler, Kooperationsveranstaltung mit der VHS Nordkreis Aachen


Olaf op den Kamp - Das Land von Rode erkunden anhand von historischen Karten

Europe Business Center, Dienstag, 19. Februar 2019, 19 Uhr, Eurode-Park 1, 52134 Herzogenrath

Der Kooperationspartner des Geschichtsvereins Baesweiler, die Stichting Europe 2000+, mit dem gemeinsam die Euregionalen Geschichtsmärkte ausgerichtet werden, bietet gemeinsam mit der Bibliothek Kerkrade eine interessante Vortragsveranstaltung an, die sich mit einer uns sehr vertrauten Landschaft beschäftigt: die Umgebung der Abtei Klosterrade, heute besser bekannt als Abtei Rolduc. Der Referent und Autor Olaf op den Kamp wird die Veränderungen der Landschaft im Laufe der Jahrhunderte sehr anschaulich darstellen, da er dazu historische Karten nutzt. Besonders durch den Bergbau und seine Intensivierung wandelte sich die einstmals überwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzte Region sehr schnell. 



Vortrag von Andreas Kitz,                      7. Februar 2019, 19 Uhr, Lokal „Zur alten Schmiede", Aachener Str. 240, Baesweiler

Das königlich-preußische Reserve-Infanterie-Regiment 68 aus den Kreisen Düren, Geilenkirchen, Heinsberg und Jülich im Ersten Weltkrieg

Der Geschichtsverein Baesweiler startet das Programm des ersten Halbjahres mit einer Veranstaltung, die die an den Ereignissen unmittelbar beteiligten Menschen in den Blickpunkt rückt, die Soldaten, die im Ersten Weltkrieg im königlich-preußischen Reserve-Infanterie-Regiment 68 dienten. Der Referent und ausgewiesene Experte Andreas Kitzbefasst sich am Donnerstag, 7. Februar 2019, 19 Uhr, mit einem Regiment, in dem überwiegend Soldaten aus den Kreisen Düren, Geilenkirchen, Heinsberg und Jülich kämpften. Im Lokal „Zur alten Schmiede“, Aachener Straße 240, 52499 Baesweiler wird er dazu die sehr persönliche Seite eines Krieges ins Blickfeld nehmen: Wie fühlten sich die Männer in der Gewissheit, bald an der Front zum Einsatz zu kommen? Wie war ihre grundsätzliche Sicht auf den Krieg? Was erlebten sie an der Front? Mit diesen und anderen Fragestellungen konzentriert sich der Referent auf die subjektiven Erfahrungen und Wahrnehmungen der Soldaten.

 

Das Ergebnis der jahrelangen Forschungen von Andreas Kitz ist die detaillierte und ausführliche Regimentsgeschichte der ersten 30 Tage des Ersten Weltkriegs, wobei er sich auf sehr unterschiedliche Quellen stützt: Feldpostbriefe und Tagebuchaufzeichnungen, darüber hinaus örtliche Tageszeitungen jener Zeit sowie amtliche Dokumente und Festschriften, die die Quellenlage vervollständigen.

 

Der Vereinsvorstand hofft, zahlreiche Gäste zu der Veranstaltung begrüßen zur dürfen.


Stolpersteinverlegung für Siegfried Randerath, geboren in Baesweiler

- Verlegung am 6. Februar 2019, 9 Uhr, Niersteiner Hof, Aachen-Vetschau              - Gedenkfeier am 10. Februar, 11 Uhr, Niersteiner Hof, Aachen-Vetschau

 

Angeregt durch den aus Vetschau stammenden Pfarrer Franz-Josef Lausberg, Sohn des letzten Pächters auf dem Niersteiner Hof, lässt ein Arbeitskreis der Dorfgemeinschaft am 6. Februar 2019 um 9 Uhreinen Stolperstein für Siegfried Randerathdurch den Künstler Gunter Demnig verlegen. 

Siegfried Randerath, geb. 1905, in Baesweiler-Oidtweiler, war Melker auf dem großen Niersteiner Hof, der seinerzeit von der Familie Lausberg bewirtschaftet wurde. Er wurde 1937 wegen einer nicht folgenlos gebliebenen Beziehung zu einem "Aachener Mädchen", aus dem Kuhstall heraus verhaftet, u.a. nach Oranienburg verbracht und schließlich 1942 in Majdanek ermordet. Obwohl er zunächst „nur wegen Rassenschande“ zu einer Zuchthausstrafe verurteilt wurde, kam er nicht mehr frei. Eine Odyssee durch Lager und diverse KZ führte schließlich 1942 zum Tod. Randerath hatte sich bereits 1920 ohne Druck taufen lassen, war also kein bekennender Jude mehr. Hätte Siegfried Randerath nicht zu seiner Beziehung gestanden und kein Eheaufgebot bestellt, hätte er vermutlich die NS-Zeit überlebt. Das Datum seines Taufscheines, aus dem hervorgeht, dass er nicht seit seiner Geburt Christ war, hat ihn letztendlich das Leben gekostet. Der Niersteiner Hof war damit der letzte Wohnsitz von Siegfried Randerath in Freiheit. Erhaltene Briefe und Fotos von Siegfried Randerath, die er aus der Haft an die Familie Lausberg geschrieben hat, erinnern eindrucksvoll an seinen Schicksalsweg. Die Dorfgemeinschaft hat über sein kurzes Leben recherchiert und das Material zusammengetragen. Sie will ihm ein ehrendes Andenken bewahren und dauerhaft an ihn erinnern. In Aachen existiert bereits eine ganze Reihe von Stolpersteinen, der Stein von Siegfried Randerath wird der erste in der Gemeinde Laurensberg sein. 

 

Am 10. Februar 2019veranstaltet das Dorf um 11 Uhreine Gedenkfeier für Siegfried Randerath. Später soll noch eine Gedenktafel oder eine Veröffentlichung an Siegfried Randerath erinnern.

 



Baesweiler von A bis Z

Buch von Vereinsmitglied Hilger I. Schäfer

Das langjährige Mitglied des Geschichtsvereins Baesweiler, Hilger I. Schäfer, hat nach Beiträgen für die Mitteilungsblätter sowie für die Jahrbücher des Vereins nun ein eigenes Buch herausgegeben:

 

„Baesweiler von A bis Z"

 

Wissenswertes und Unwichtiges in vielen Stichworten, über Historisches und Aktuelles, über Kunst, Kultur und Gebräuche, über Menschen und Orte, so der Untertitel.

 

Es handelt sich dabei um ein Lexikon, eine Art Stadtführer, der all die Dinge näher erläutert, die man mit dem liebenswerten Baesweiler in Verbindung bringt, Begrifflichkeiten, schon häufig gehört, deren Bedeutung jedoch nicht unbedingt bekannt ist. Wo liegt eigentlich die „Kolonie Mexiko“ und was ist überhaupt eine „Kolonie“? In Baesweiler soll es den „Egerlandweg“ geben und der liegt im „Ostdeutschen Viertel“? Und dann soll in Baesweiler auch noch Sport auf Weltklasseniveau angeboten werden, bei dem der „Preis der schwarzen Diamanten“ zu gewinnen ist? Diese und viele andere Fragen führt der Autor auf mehr als 220 Seiten der Beantwortung zu. Selbst für gebürtige Baesweiler dürfte die eine oder andere Überraschung dabei sein.

 

Der Vorstand dankt Herrn Schäfer für seine aktive Mitarbeit an den Veröffentlichungen des Geschichtsvereins Baesweiler, und Ihnen wünschen wir viel Freude und manchen Aha-Moment bei der Lektüre von „Baesweiler von A bis Z“, welches Sie für 10,- € bei der Buchhandlung Wild in Baesweiler und in Setterich bei Lotto/Zeitschriften/Kiosk Simon erwerben können.