Tagesfahrt zur Burg Vogelsang

Abfahrt: Samstag, 10. November 2018, 8 Uhr, Am Feuerwehrturm, Baesweiler

43 Gäste durften der Geschichtsverein Baesweiler und der Geschichtskreis der Pfarre St. Sebastian Würselen am 10. November zur gemeinsamen Fahrt in einem geräumigen Reisebus zur ehemaligen nationalsozialistischen Ordensburg Vogelsang begrüßen. Dort waren Geländeführungen, die auch in sonst nicht zugängliche Gebäude führten, sowie der Besuch der Ausstellung „Bestimmung: Herrenmensch“ gebucht. 

 

Der in bestimmten Kreisen immer noch legendäre Ruf der Ordensburgen und der darin ausgebildeten Ordensjunker reduziert sich auf Null, wenn man sich die von militärischem Drill, Disziplin, Gehorsam und ideologischer Schulung geprägten Ausbildungsinhalte betrachtet. Robert Ley, Reichsorganisationsleiter und Initiator der NS-Ordensburgen bringt das Ziel der Ausbildung auf den Punkt: „Wir wollen wissen, ob diese Männer den Willen zum Führen in sich tragen, zum Herrsein, mit einem Wort, zum Herrschen. Die NSDAP und ihre Führer müssen herrschen wollen.“

 

Die Vermittlung eines Elitebewusstseins führten zu Standesdünkel und zu herablassender Haltung, eine Haltung, die bereits von zahlreichen Zeitgenossen kritisiert worden ist, z. B. von Kreisleitern, bei denen Ordensjunker zum Einsatz kamen. Die ideologische Schulung (z. B. Rassenlehre) und das „Standesbewusstsein“ hatten fatale Folgen für sog. Minderwertige. Im Zuge ihrer Tätigkeit in den ihnen zugewiesenen Zuständigkeitsbereichen in den im Zweiten Weltkrieg besetzten osteuropäischen Gebieten (Baltikum, Polen, Weißrussland, Ukraine) waren sie u. a. als Gebietskommandeure in der zivilen Verwaltung eingesetzt, wo sie sich an den unfassbaren Verbrechen als Täter und Mittäter schuldig machten. 

 

Elitebewusstsein und Standesdünkel setzten sich übrigens bei den Lehrgangsteilnehmern fest, noch 1994 heißt es in einem Einladungsschreiben zu einem Ehemaligentreffen: „Es war die Krönung unserer Zukunft und unseres Lebens, zu den Auserwählten als Ordensjunker zu gehören. Diese für unser Leben hehre Gedankenwelt hat uns geformt bis heute.“

 

Diese Erkenntnisse und weiteres Detailwissen wurden in den Geländeführungen vermittelt, vertieft wurden sie in der Ausstellung „Bestimmung: Herrenmensch“. Sie richtet ihren Blick auf junge Menschen, die dem Nationalsozialismus gedient haben, dieses System stabilisier-ten und damit ihren Beitrag leisteten, dass der Repressionsapparat für zwölf Jahre funktio-nierte. Junge Männer werden in den Blick genommen, die die Ausbildung zum Ordensjunker auch als Sprungbrett für den sozialen Aufstieg betrachteten. Die Ausstellung ermöglicht den nachfolgenden Generationen eine persönliche Perspektive auf die Vergangenheit. Sie führt unweigerlich dazu - und das macht die Ausstellung wertvoll - sich selbst zu hinterfragen.


 

Herrschaftsarchitektur, die beeindrucken und einschüchtern sollte.

Terrassenförmige Anlage der ehemaligen Unterkunfts-gebäude der Ordensjunker, der sog. Kameradschaftshäuser.

Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang liegt imposant auf einem Höhenrücken über dem Urftsee, der einen sehr geringen Pegelstand aufweist.



Gedenken an das Pogrom von 1938

Freitag, 9. November 2018, 10:00 Uhr - Vor dem jüdischen Friedhof, Im Bongert, 52499 Baesweiler-Setterich

Auch in Baesweiler wurden Menschen jüdischen Glaubens Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Der Vorstand des Geschichtsvereins Baesweiler lädt gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern Nachbarschaftstreff Setterich, Gruppe für Ausländerfreundlichkeit, KAB Gruppen St. Marien Baesweiler, KAB Bildungswerk der Diözese Aachen, Geschichtsverein Setterich und der Stadt Baesweiler zum gemeinsamen Gedenken an das Pogrom von 1938 ein. 

 

Am Freitag, 9. November 2018, 10:00 Uhr, findet vor dem jüdischen Friedhof in Baesweiler-Setterich (Im Bongert) die Zusammenkunft statt. In Wortbeiträgen werden

 

- Jorge Trigoso, Nachbarschaftstreff Setterich,

- Bürgermeister Dr. Willi Linkens und

- Catharina Scholtens, Geschichtsverein Baesweiler

 

an die Vergangenheit erinnern, um in Gegenwart und Zukunft wachsam zu sein.



11. und 18. Oktober 2018 - Doppelveranstaltung „Spiel ohne Grenzen"

Doppelveranstaltung „Spiel ohne Grenzen 1975" mit Team aus Baesweiler - Kulturzentrum Burg Baesweiler

Der Geschichtsverein Baesweiler erinnert an ein für die Stadt ganz besonderes, ja ein die Menschen im Ort bewegendes Jahr: 1975. Die Zeche Carl-Alexander musste die Kohleförderung einstellen, am 19. Februar wurden die Stadtrechte verliehen und ein Team aus Baesweiler nahm sehr erfolgreich an „Spiel ohne Grenzen“ teil. Auch wenn der Begriff aus der Mode gekommen ist, die sportlichen und spielerischen, auf nationaler und internationaler Ebene ausgetragenen Wettkämpfe waren ein echter Straßenfeger, wenn sie in mehreren Ländern Europas im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Die Teilnahme Baesweilers  ist ein unvergesslicher Teil der Sportgeschichte der Stadt.

 

Im ersten Teil am 11. Oktober wird der nationale Ausscheidungskampf in Seesen im Harz in den Blick genommen, am 18. Oktober rücken dann die „Piraten von Southport“ mit ihrer Teilnahme am europäischen Ausscheidungswettbewerb in England in den Mittelpunkt.

 

Bevor die jeweiligen Filme gezeigt werden, wird der damalige sportliche Leiter Helmut Heuschen in kurzen einleitenden Vorträgen über die Vorbereitungen, den Wettkampf, die Akteure, die begleitenden Fans sowie über die Begeisterung im Ort berichten, die Begeisterung für ein Team, welches auf nationaler und internationaler Ebene erfolgreich in einem Wettbewerb agierte, der deutschland- und europaweit für Furore sorgte. 

 

Interessant dürften für die Gäste die beiden Veranstaltungen auch deshalb sein, weil die Sportlerinnen und Sportler vielen Menschen persönlich bekannt sind. Da zudem zahlreiche Fans mitreisten, die ihr Team begeistert anfeuerten, sind sicher auch unter ihnen einige bekannte Gesichter zu entdecken. 

 

Der Eintritt zu den beiden Veranstaltungen ist frei, Anmeldungen sind nicht erforderlich. 

Der Bildausschnitt zeigt den Empfang des Baesweiler Teams auf dem Platz vor der katholischen Kirche, nachdem es aus England zurückgekehrt war. Das Foto vermittelt den Eindruck, dass halb Baesweiler auf den Beinen war, und so war es auch gewesen. Der Andrang war damals so groß, dass die Menschen sich selbst in den angrenzenden Straßen einen Platz suchen mussten. 

 

Die ausführliche Dokumentation - zu der auch dieses Foto gehört - zu diesem für Baesweiler bedeutenden sportlichen Ereignis hat der damalige sportliche Leiter Helmut Heuschen zwecks Archivierung dem Geschichtsverein Baesweiler überlassen. Dafür bedankt sich der Vereinsvorstand auch an dieser Stelle sehr herzlich.



7. Oktober 2018 - 3. Eschweiler Genealogentag

Gefallene und Opfer beider Weltkriege - Kulturzentrum Talbahnhof, Raiffeisen-Platz 1 - 3, 52249 Eschweiler

"Gefallene und Opfer beider Weltkriege" - so das Thema des 3. Eschweiler Genealogentages. Die Familienforscher des Geschichtsvereins Baesweiler nahmen mit einem Team teil und stellten dort eigene Forschungen vor Darüber hinaus präsentierten sie eine Ausstellung, die sich - auf Baesweiler bezogen - mit dem Thema des Genealogentages befasste.


27. September 2018 - Führung im Internationalen Zeitungsmuseum Aachen


7. und 8. September 2018 - Geschichte verstehen - Zukunft gestalten

Hier einige Eindrücke zum 7. Themenwochenende von „Geschichte verstehen - Zukunft gestalten“:

Nach einem Jahr endete mit dem 7. Themenwochenende die von den Kooperationspartnern Volkshochschule Nordkreis Aachen und Geschichtsverein Baesweiler e. V. getragene  Veranstaltungsreihe „Geschichte verstehen - Zukunft gestalten“.

 

Sensibilisierung der Öffentlichkeit war die tragende Säule, denn aus Sicht des Projektteams sind Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und damit auch die freiheitliche offene Gesellschaft keineswegs gesichert. Darauf sollte das letzte Themenwochenende nochmals verdeutlichen. Wurden die ersten 12 Veranstaltungen von der Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart bestimmt, waren die beiden letzten Veranstaltungen überwiegend gegenwarts- und zukunftsbezogen, denn die Entwicklungen in den Jahren 2017 und 2018 sind eindringliche Warnung, dass die offenen Gesellschaften des liberalen Westens tatsächlich scheitern könnten. Die brisante Aktualität - in zahlreichen europäischen Parlamenten sitzen inzwischen nationalistische Parteien, in einigen Staaten stellen sie die Regierung - sollte durch die gewählte thematische Kopplung der beiden Veranstaltungen unterstrichen werden.

 

Am Freitagabend war der Politikwissenschaftler Dr. Stephan Kaußen zu Gast. Dass er gewonnen werden konnte, war für das Projektteam ein besonderer Glücksfall, denn er legt bei jeder Gelegenheit seinen Finger in die Wunde der Gesellschaft der „Etablierten Republik Deutschland“. In seinem Buch „Europas Zeitenwende“ beschreibt er schonungslos den Hang der deutschen und westlichen Gesellschaften zur Individualisierung, zu Hedonismus, Konsumismus und Selbstoptimierung sowie zur Ökonomisierung. In Verbindung mit einer Verflachung der medialen Inhalte und der schwindenden Bedeutung von Universalbildung werden die liberalen Demokratien zunehmend geschwächt. Aus seiner Sicht befinden sich die westlichen Gesellschaften in einem „Kulturbruch“, der sich vor unser aller Augen abspielt. Sind wir dabei, die offenen Gesellschaften zu verlieren? Die klaren und deutlichen Worte von Dr. Kaußen regten zur Diskussion an, so dass auch an diesem Abend der zeitliche Rahmen gesprengt wurde. Die mahnenden Botschaften von Dr. Kaußen sind von grundsätzlicher Bedeutung und im Hinblick auf die Samstagsveranstaltung zentral, als es um die Feinde der offenen (geschwächten) Gesellschaften des Westens ging. 

 

Maik Fielitz vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität zu Hamburg brachte den Gästen eine politische Strömung und die von ihr ausgehenden Gefahren für die liberalen Demokratien näher: die „Neue Rechte“. Dabei war es für das Gesamtverständnis von enormer Bedeutung, die historischen Wurzeln, die intellektuellen Vordenker und die gegenwärtigen Protagonisten zu erkennen. Eine grundlegende Erkenntnis: Neo-Nazis in Springerstiefeln sind zwar im öffentlichen Raum erkennbar, doch sie sind keineswegs maßgebend für den schleichenden Prozess, der mittlerweile in den westlichen Gesellschaften zu beobachten ist. Die Grenzen des Sagbaren sind bereits deutlich verschoben. Den modern auftretenden Vertretern der Neuen Rechten ist es gelungen, Einfluss auf die Sprache zu nehmen. Sie sprechen von nationaler Identität, von nationaler Wiedergeburt, sie benutzen ideologische Versatzstücke, die viel Unheil über die Menschheit gebracht haben. Anstoß daran wird jedoch von immer weniger Menschen genommen. Warum? Ist die Diagnose von Dr. Kaußen bereits weitaus zutreffender als gedacht? Gehen die von ihm angemahnten bedenklichen gesellschaftlichen Entwicklungen eine ungewollte Allianz mit den Kräften ein, die die offenen Gesellschaften bekämpfen wollen? Und führen diese Entwicklungen letztlich dazu, dass dem erstarkenden Nationalismus keine überzeugenden Antworten mehr gegeben werden können, wegen mangelnder Kraft oder schlimmer, wegen nicht vorhandener Lust, weil es sich die Menschen in der „Etablierten Republik Deutschland“ bereits zu bequem gemacht haben?

 

Das Projektteam von „Geschichte verstehen - Zukunft gestalten“ kann sich noch gut daran erinnern, als es die Veranstaltungsreihe bei diversen Institutionen präsentierte, dass in den Gesichtern vieler Menschen Zweifel zu sehen waren, dass die Warnung, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit seien keineswegs gesichert, als übertrieben angesehen wurde; dieser Einwand wurde teils auch deutlich ausgesprochen. Doch plötzlich - nach den Ereignissen in Chemnitz - füllen sich die Kommentarspalten in den Zeitungen, melden sich Prominente aus Politik, Kunst und Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft zu Wort. Sie fordern, die Menschen müssen sich einsetzen für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Doch werden die Menschen aufstehen und sich zeigen, werden sie sich im Ernstfall für die doch immer noch von der Mehrheit geliebte offene Gesellschaft engagieren? Denn das hatte schon der große Philosoph Karl Popper gefordert, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg noch ganz unter dem Eindruck der nationalsozialistischen Diktatur. Und heute nach rund 70 Jahren Frieden, Freiheit und Sicherheit in Deutschland? Droht ein Rückfall in nationalistische Verhaltensmuster, weil die Schrecken der Vergangenheit schon zu weit weg sind?

 

Das Projektteam „Geschichte verstehen - Zukunft gestalten“ bedankt sich bei allen Sponsoren und Unterstützern, bei allen, die die Veranstaltungsreihe begleitet haben. Es war ein intensives, anstrengendes, aber lohnendes Jahr, denn wir durften viele liebenswerte und engagierte Menschen kennenlernen, die alle als Multiplikatoren dienen, wenn es darum geht, auch im eigenen Umfeld den Feinden der offenen Gesellschaft entgegenzutreten.

 

Wird das Projektteam die Arbeit fortsetzen? Das schönste Kompliment, das uns erreichte, lautete: „Machen Sie bitte weiter. Solche Veranstaltungen sind absolut notwendig, um dem Vergessen entgegenzuwirken und den hohen Wert unserer freiheitlichen Gesellschaft deutlich zu machen.“ Allein dieses Statement sollte Ansporn sein, mit der Arbeit fortzufahren. Allerdings waren die vergangenen 1 1/2 Jahre inkl. Vorbereitungszeit und sieben Themenwochenenden ein Kraftakt, da die ehrenamtliche Arbeit zusätzlich neben der beruflichen Tätigkeit geleistet werden musste. Das Projektteam wird deshalb die Veranstaltungsreihe zunächst einmal auswerten und zu einem späteren Zeitpunkt eine Entscheidung treffen.

 

Fotos: ULi Muntenbeck

Nutzung und Weitergabe an Dritte nur unter CC BY-NC-SA 3.0 DE.

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/

 

Ihr Projektteam „Geschichte verstehen - Zukunft gestalten"

 

Jana Blaney, Leiterin der Volkshochschule Nordkreis Aachen,

Enno Schwanke, Historisches Institut der Universität zu Köln,

Heinz W. Kneip,

Günter Pesler, Geschichtsverein Baesweiler e. V.

 

Begrüßung von Jana Blaney und Heinz W. Kneip.

Das Projektteam bedankt sich bei allen Sponsoren der Veranstaltungsreihe. 

Günter Pesler führt in die Gesprächsrunde mit Dr. Stephan Kaußen und dem Historiker Enno Schwanke ein.

Gesprächsrunde mit Politikwissenschaftler Dr. Stephan Kaußen.

Dr. Stephan Kaußen: Mit klaren Botschaften macht er auf bedenkliche Entwicklungen aufmerksam.

Diskussion zu vorgerückter Stunde.

Dank von Catharina Scholtens (Vorsitzende Geschichtsverein Baesweiler) an die Kooperationspartner Jana Blaney (VHS Nordkreis Aachen) und Günter Pesler (Geschichtsverein Baesweiler) sowie an Heinz W. Kneip für die geleistete Arbeit.

Günter Pesler wirft einen Blick zurück auf die Freitagsveranstaltung und leitet über zum samstäglichen Thementag.

Maik Fielitz vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität zu Hamburg.



2. September 2018 - Wanderung Westwallweg

Hier einige Eindrücke zur Wanderung Westwallweg

Die Wanderung auf dem Westwallweg führte von Simmerath über die Paustenbacher Höhe und hinunter ins Kalltal. Das Wetter spielte mit, die Teilnehmenden hatten eine schöne gemeinsame Zeit und konnten an markanten Punkten den historischen Ausführungen von Vereinsmitglied Herbert Palm folgen. Seine zahlreichen Informationen an den Relikten dieser riesigen während des Nationalsozialismus erbauten militärischen Anlage im Westen Deutschlands veranschaulichten nachvollziehbar diesen größten staatliche organisierten Arbeitseinsatz, der jemals auf deutschem Boden durchgeführt worden ist. Nachfolgend stichwortartig einige Punkte zur Baumaßnahme Westwall, die ihre Dimensionen verdeutlichen:

 

- Entwicklung und Bau von 1936 - 1940.

- Gesamtlänge: mehr als 600 Kilometer von Kleve am Niederrhein bis zur Schweizer Grenze.

- Kosten: ca. 3,5 Mrd. Reichsmark (1938 war das Deutsche Reich faktisch bankrott).

- Zeitweise bis zu 500.000 Beschäftigte.

- Unterbringung der Arbeiter in Notunterkünften unter teils katastrophalen Bedingungen.

- 12-Stunden-Schichten und 7-Tage-Woche bei körperlich sehr harter und gefährlicher Arbeit.

- Daraus resultierende Streiks und Arbeitsniederlegungen wurden scharf sanktioniert.

- Überführung „umkooperativer Arbeiter“ in SS-Sonderlager.

- Allein in der damals noch sehr kleinen Industriegemeinde Baesweiler (ca. 7.500 Einwohner) gab es 19 Quartiere mit Platz für ca. 1.200 Arbeiter.

- U. a. wurde der Saal Dautzenberg am heutigen Reyplatz ausgeräumt und als Quartier genutzt.

- Die damaligen Landkreise Aachen und Geilenkirchen entwickelten sich zu einer riesigen Großbaustelle.

- Tag und Nacht transportierten Lkw Kies, Zement und andere Baumaterialien.

- Die für derartige Belastungen nicht ausgelegten Straßen und Wege nahmen enormen Schaden.

- Zahlreiche Landwirte und andere Grundstückseigentümer wurden für den Bau der einzelnen militärischen Stellungen enteignet.

- Mit dem Bau des Westwalls setzte sich bei der Bevölkerung im Westen Deutschlands sukzessive die Erkenntnis eines bevorstehenden großen Krieges durch.

- Die daraus entstehende Unruhe führte zu massiven Abhebungen von Einlagen bei den Banken und Sparkassen.

- Dazu eine Aussage eines Zeitzeugen: „Wir Kinder haben damals nicht kapiert, wozu das sein sollte, aber die älteren hatten schon den schlimmen verdacht, dass das wieder auf Krieg zu ging."



8. Juni 2018 - Geschichte verstehen - Zukunft gestalten


20. und 21. April 2018 - Geschichte verstehen - Zukunft gestalten


12. April 2018 - „Niemandsland“ - Lesung und Gespräch mit Philip Dröge


25. März 2018 - Benefizkonzert der „Rumtreiber"


22. März 2018 - Jahreshauptversammlung


16. und 17. März 2018 - Geschichte verstehen - Zukunft gestalten


19. und 20. Januar 2018 - Geschichte verstehen - Zukunft gestalten