Zeche Carl-Alexander: Vom Anfang bis zum Ende
(Mittwoch, 20. Mai 2015, 19:00 Uhr)

Klaus Peschke erinnerte in seinem aufschlussreichen Vortrag an die Geschichte von „Carl-Alex“, die 1904 mit dem Verkauf der Abbaurechte durch den EBV an die Röchlinger Eisen- und Stahlwerke und die Stahlgewerkschaft Aciéres de Longwy begann und 1975 mit der Schließung endete. Insbesondere die sozialen Veränderungen, die sich durch die Industrieanlage im einst kleinen und bäuerlichen Baesweiler vollzogen, nahm der Referent in den Blickpunkt. Selbst der Verdienst eines Bergmannes in Bezug zu den Lebenshaltungskosten blieb nicht unberücksichtigt. Aber auch die technische Entwicklung, der Einfluss der beiden Weltkriege, der Verlust der Eigenständigkeit im Jahre 1965 und die letzten Jahre der Zeche wurden näher beleuchtet. Auf großes Interesse der 65 Gäste stießen auch die Ausführungen von Jürgen Brockauf und Dietmar Petschel. Ihre Rekonstruktion der Zechenanlage in Modellen, ihr dazu betriebener Aufwand und die getreue Wiedergabe von Details brachte bei den Gästen ein respektvolles Erstaunen zum Ausdruck. Der Lichtbildvortrag ließ mehr als nur eine Ahnung davon aufkommen, mit wie viel Liebe, Sorgfalt und mit welch großem technischen Verständnis von den beiden Konstrukteuren vorgegangen wird. Viele Jahre Arbeit stecken bereits in den einzelnen Modulen, viele Jahre an akribischer Planung und Realisierung stehen aber auch noch bevor. Die Veranstaltung des Geschichtsvereins Baesweiler, die in Kooperation mit der VHS Nordkreis Aachen und dem Verein Bergbaudenkmal Adolf ausgerichtet wurde, fand bei den zahlreichen Besuchern ein sehr positives Echo. Der Veranstaltungsort, das Fördermaschinenhaus der Zeche Adolf in Merkstein, lieferte zu den Ausführungen der Referenten die passende Atmosphäre. Die folgende Fotodokumentation soll an den Abend erinnern.

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