Auf den Spuren des Bergbaus
(Donnerstag, 19. Februar u. 28. Februar 2015)

Referent Rolf Beckers präsentierte in seinem Bildervortrag zunächst die zahlreichen Hinweise, die uns heute noch an den Bergbau in unserer Region erinnern. Vor 38 Besuchern beleuchtete er das Erbe des Bergbaus und schärfte somit den Blick für die Hinterlassenschaften einer Industrie, die für Generationen Arbeit und Brot brachte. Einige Spuren des Bergbaus wurden eine Woche später im Rahmen einer Exkursion durch das Wurmtal in Augenschein genommen. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein waren die Teilnehmer 3 ½ Stunden zwischen Würselen und Herzogenrath unterwegs, folgten der mäandernden Wurm, lernten alte Halden, Schächte, Betriebsgebäude und Kohleflöze sowie geologische Besonderheiten kennen. Viele Details wären, so einhellige Meinung, ohne die fachkundige Leitung von Rolf Beckers überhaupt nicht wahrgenommen worden. Außer Eingeweihten und Ortskundigen dürfte den meisten Menschen beispielsweise die Grube „Neue Furth“ kein Begriff sein. 1690 erstmals erwähnt, ist von ihr heute lediglich noch das Betriebsgebäude erhalten, welches als solches aber nicht erkennbar ist, da es zum Wohnhaus umgebaut wurde. Auch die Betrachtung des Stollenmundlochs der Grube Gouley - 1599 erstmals urkundlich erfasst - lässt für Unkundige nicht zwangsläufig auf das Thema Bergbau schließen. Stollen dieser Art wurden in früheren Jahrhunderten von der Sohle aus in den Höhenrücken getrieben, um Steinkohle zu fördern, später dienten sie der Entwässerung. Der Stollen der ehemaligen Grube Gouley erfüllt noch heute diesen Zweck, um nämlich die auf die benachbarte Grube Anna in Alsdorf zulaufenden Grubenwässer möglichst gering zu halten. Das Stollenmundloch ist übrigens als Industriedenkmal anerkannt. Dieses und das Betriebsgebäude der ehemaligen Grube „Neue Furth“ sowie einige weitere Eindrücke von diesem Tag haben wir in einer Fotodokumentation zusammengestellt.


Vorschaubilder zum Vergrößern klicken - JavaScript muß aktiviert sein