„40 Jahre Schließung Carl Alexander“ – Ausstellungen und Führungen
(20. – 23. August 2015)

Am 30. September 1975 musste die Zeche Carl Alexander nach Jahren des Hoffens und Bangens ihre Pforten schließen. Damit endete auch in Baesweiler der Bergbau. In Kooperation mit der Stadt hat der Geschichtsverein Baesweiler diesem bedeutenden Teil der Orts- und Stadtgeschichte eine Ausstellung gewidmet, die an vier Tagen geöffnet war; mehr als 600 Gäste konnten begrüßt werden. Neben einer Fotoausstellung mit kurzen Erläuterungen, die in chronologischer Reihenfolge von der Abteufung bis zur Schließung der Zeche die Entwicklung nachvollziehen ließen, wurden von Klaus Peschke und Günter Pesler auch Führungen auf dem ehemaligen Bergwerksgelände durchgeführt. Dabei wurden sowohl Hintergründe zum Aachener Bergbaurevier, zu geologischen Besonderheiten, zu den Ursprüngen und zur Entwicklung des Steinkohlenbergbaus seit der Industrialisierung sowie zur Strukturkrise ab 1958 bis zu seinem Ende als auch im Speziellen zur Geschichte von Carl Alexander vermittelt. Auf großes Interesse der Gäste stieß erneut das ebenfalls ausgestellte Bergbaumodell von Carl Alexander. Jürgen Brockauf und Dietmar Petschel, die Architekten und Baumeister der Anlage, standen während der Veranstaltungstage den zahlreichen Besuchern Rede und Antwort. Ihre Ausführungen zur Planung und zum detailgetreuen Nachbau beeindruckten die Gäste ebenso, wie die zum baulichen und zeitlichen Aufwand. Seit nunmehr acht Jahren läuft die Bauphase, und nach jetzigem Stand können gut und gerne noch zwei Jahrzehnte vergehen, bis die gesamte ehemalige Zeche Carl Alexander rekonstruiert und nachgebaut sein wird. Die folgende kleine Fotoauswahl soll an die Veranstaltungstage zur Schließung von Carl Alexander vor nunmehr 40 Jahren erinnern. Die Übersichtsaufnahmen der Zeche und von Baesweiler sollen zudem verdeutlichen, wie sehr sich der Ort in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt hat: einst vom Bergbau dominiert mit allen damit verbundenen Gefahren (Stichwort Monostruktur), heute eine Stadt, die in ihrem Gewerbegebiet inzwischen mehr als 180 Unternehmen mit etwa 4.000 Arbeitsplätzen beherbergt.

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