Archiv 2016



Die Archive der Vorjahre finden Sie über die Auswahl im Untermenü Archiv oben auf dieser Seite.

Hier gibt es das Programm für das 2. Halbjahr 2016

Hier gibt es das Programm für das 1. Halbjahr 2016
Kalender2016Liebe Freunde der Geschichte,
der Vereinsvorstand würde sich sehr darüber freuen, Sie auf dem Weihnachtsmarkt in Baesweiler begrüßen zu dürfen. Der Geschichtsverein Baesweiler wird in diesem Jahr vom 8. – 11. Dezember mit einem eigenen Stand am Reyplatz vertreten sein. Neben den mittlerweile recht zahlreichen Vereinspublikationen besteht dort auch die Möglichkeit einen Kalender für das Jahr 2017 zu erwerben. Der Vereinsvorstand möchte den mittlerweile umfangreichen Bestand an historischen Aufnahmen von Baesweiler auch zukünftig nutzen, um jährlich einen Kalender zu erstellen. Der erste Jahreskalender (Wandkalender) im DIN A3-Querformat mit Spiralbindung und Aufhänger liegt inzwischen vor. Er enthält inklusive Deckblatt 13 Fotos, die verschiedene Örtlichkeiten in Baesweiler zeigen. Einige von ihnen existieren nicht mehr, andere sind trotz gewisser Veränderungen auf Anhieb zu erkennen, und es gibt Aufnahmen mit Straßen, Wegen, Plätzen und Gebäuden, die genau betrachtet werden müssen, um festzustellen, wo sie sich in Baesweiler befinden. Zur Einordnung ist auf jedem Kalenderblatt eine kurze Erläuterung zu finden. Die Fotos im Jahreskalender 2017 veranschaulichen beispielhaft, wie sich Baesweiler in den letzten rund 100 Jahren verändert hat. Je weiter sich in die Vergangenheit begeben wird, desto deutlicher wird, wie sehr sich der Ort gewandelt hat. Die einstmals dörfliche Struktur ist durch die Ansiedlung der Zeche Carl-Alexander mehr und mehr verschwunden. Doch auch nach der Schließung des Bergwerks ist die Entwicklung nicht stehengeblieben. Baesweiler ist an den Randlagen durch Wohnbebauung weiter gewachsen, das Gewerbegebiet ebenso, und auch der alte Ortskern hat sich verändert. Damit bietet besonders eine dem stetigen Wandel unterliegende Stadt wie Baesweiler hervorragende Möglichkeiten, die Veränderungsprozesse anhand von Fotomaterial darzustellen und zu verdeutlichen. Bei der Betrachtung der Kalenderblätter wird bei alteingesessenen Baesweilern sicherlich die eine oder andere Erinnerung geweckt werden. Und Menschen, die erst wenige Jahre im Ort wohnen, erhalten die Gelegenheit, die Entwicklung ihrer neuen Heimat nachvollziehen zu können. Sollte der nun vorliegende Jahreskalender 2017 auf positive Resonanz stoßen, wird der Geschichtsverein Baesweiler auch zukünftig Jahreskalender mit historischen Fotos gestalten und herausgeben, sie sollen zu einem festen Bestandteil im Vereinsangebot werden.
Der aktuelle Kalender kann am Stand des Geschichtsvereins auf dem Weihnachtsmarkt in Baesweiler am Reyplatz zu einem Stückpreis von 10,- € erworben werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, ihn bereits jetzt in der Buchhandlung Wild zu erwerben. Möchten Sie den Kalender direkt über den Geschichtsverein Baesweiler beziehen, wenden Sie sich bitte an den Geschäftsführer Günter Pesler (Tel. 02401-4902, E-Mail: gpesler@t-online.de).

Der Vorstand

Geschichtsverein Baesweiler präsentiert sein neues Jahrbuch

4. Jahrbuch
Nach Themensuche und -findung, intensiver Forschungsarbeit der Autoren, mehreren Treffen des Arbeitskreises Forschung und Veröffentlichung zur Koordinierung der Abläufe, zur Klärung rechtlicher Fragestellungen und von Detailfragen, der redaktionellen Feinjustierung und der Drucklegung liegt es nun endlich vor: das inzwischen bereits 4. Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V.
Im Unterschied zu den ersten drei Ausgaben ist die vorliegende wesentlich umfangreicher, denn die neun Autoren haben in ihren zehn Beiträgen nahezu 300 Seiten gefüllt. Die ausführlichen geschichtlichen Abhandlungen haben in ihrer Vielfalt eines gemeinsam, sie bieten keine Anekdötchen, sondern fundiertes Wissen, basierend auf ausgiebiger Forschungstätigkeit.
Die Autoren beleuchten die Geschichte Baesweilers mit ganz unterschiedlichen thematischen Ansätzen, wohlwissend, dass sie gekoppelt ist mit regionalen, deutschen und auch mit globalen historischen Entwicklungen. Geschichte vollzieht sich nun einmal nicht isoliert. Bücher, die sich mit Königen, Kaisern, Feldherrn, Staatsmännern und mit den großen historischen Linien befassen, müssen sich beschränken, weshalb ihre Autoren auf lokale Gegebenheiten und Ereignisse nur selten eingehen können. Im Gegensatz dazu liegen die Würze und der Vorteil von Publikationen eines Geschichtsvereins gerade darin, dass die örtliche Geschichte ausführlich dargestellt werden kann, ohne dass der Blick über den Tellerrand vernachlässigt zu werden braucht. Ein Umstand, der lokale Geschichtsschreibung häufig sehr lesenswert und interessant macht. Das Ergebnis dieser Herangehensweise liegt nun vor Ihnen; beurteilen Sie es selbst.
Mit der nachfolgenden Präsentation möchten wir Ihnen einen ersten Einblick in die thematische Bandbreite des Jahrbuchs Nr. 4 geben. Wir hoffen, dass Ihnen die Inhalte desselben gefallen.
Für Fragen Ihrerseits stehen Ihnen die Autoren, das Redaktionsteam sowie die Vorstandsmitglieder des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. gerne zur Verfügung.
Der Vorstand und das Redaktionsteam


Mehr zum Inhalt erfahren sie hier ~~~>

Das Buch ist vergriffen

Ihr da oben, wir da unten –
Arbeit und Wohnen in Eschweiler und im Ruhrgebiet
Vortrag von Dr. Vera Henkelmann und Armin Meißner

Während Historiker sich häufig mit den Protagonisten befassen, mit Königen, Kaisern, mit Diktatoren und Regierenden aller Art, und mit den Ereignissen von weltgeschichtlicher Bedeutung, also mit den großen historischen Linien, erhält in der jüngeren Vergangenheit eine neue Form der Betrachtung zunehmende Bedeutung, die mit folgender Fragestellung kurz zusammengefasst werden kann: Wie lebten die Menschen früher? Die zahlreichen Aspekte des menschlichen Alltagslebens werden mehr und mehr zu einem Thema von Interesse.
Auch die beiden Referenten, die Kunsthistorikerin Dr. Vera Henkelmann und der Historiker Armin Meißner, widmen sich in ihrem Vortrag einem Teilbereich der Alltagsgeschichte, der für die Menschen seit jeher von zentraler Bedeutung für ihr Leben ist: die Arbeits- und Wohnverhältnisse. Dabei stellen sie diese kontrastierend gegenüber. Wie arbeiteten und wohnten Arbeiter, Angestellte und Industrielle im Rheinland und Ruhrgebiet zur Zeit der Industrialisierung bis in die Gegenwart hinein? Beispielhaft nehmen sie dabei Bezug auf die Bergarbeitersiedlung in Eschweiler-Ost, die Arbeitersiedlung Oberhausen-Eisenheim sowie in Essen die Arbeitersiedlung Margarethenhöhe, die Villa Hügel und die Zeche Zollverein.
Die Beschäftigung der Referenten mit diesen zentralen Bereichen der Alltagsgeschichte offenbart dabei, dass der Blick zurück vieles von dem erklärt, was uns in der eigenen Gegenwart begegnet.

Daten: Donnerstag, 17. November 2016, 19:30 - 21:00 Uhr
Ort: Kulturzentrum Talbahnhof, Raiffeisenplatz 1-3, 52249 Eschweiler
Eintritt: Frei
Kursnummer: 162-32308
Anmeldung: Volkshochschule Eschweiler
Kaiserstraße 4a
52249 Eschweiler Tel. 02403-70270
Fax 02403-702711
vhs@eschweiler.de

Wevelsburg

Tagesfahrt zum Kreismuseum Wewelsburg
Abfahrt: Samstag, 5. November 2016, 07:00 Uhr
Treffpunkt: Am Feuerwehrturm, 52499 Baesweiler

In Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner, dem Geschichtskreis der Pfarre St. Sebastian Würselen, bieten wir Ihnen eine Tagesfahrt mit zwei Führungen zur Wewelsburg bei Paderborn an, der einzigen Dreiecksburg Deutschlands in heute noch geschlossener Bauweise.
Die über dem Almetal bei Paderborn liegende architektonisch einzigartige Burg im Stil der Weserrenaissance beinhaltet zwei Abteilungen, die von den Teilnehmern der Fahrt besucht werden. Die erste Führung (Dauer ca. 90 Minuten) findet im historischen Museum des Hochstifts Paderborn statt. Dort wird die Geschichte der Burg und der Region erlebbar. Die Geschichte des Paderborner Landes wird von der Steinzeit bis zur Säkularisation mit seltenen Exponaten und Inszenierungen nachgezeichnet. Das Leben der Geistlichkeit und des Adels wird ebenso thematisiert wie das der Armen und außerständischen Schichten.
Nach einer Mittagspause, in der die Möglichkeit besteht, im Burgrestaurant eine Stärkung zu sich zu nehmen, wird die Erinnerungs- und Gedenkstätte besucht.
Die im ehemaligen SS-Wachgebäude untergebrachte Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ führt in die Geschichte der berüchtigten Terrororganisation der Nationalsozialisten. Unter fachkundiger Anleitung werden ihre Ideologie und ihre beispiellosen Verbrechen erläutert (Dauer ca. zwei Stunden). Die Wewelsburg hatte insbesondere für Heinrich Himmler eine ganz besondere Bedeutung, der sie zu einem ideologischen Zentrum ausbauen wollte. Die Pläne waren gigantomanisch, so sollte für die Erweiterungspläne sogar das angrenzende Dorf Wewelsburg abgerissen werden. Im eigens eingerichteten Konzentrationslager starben mehr als 1.000 Arbeiter an den Torturen.
Für die Fahrt (Rückkehr gegen 20:00 Uhr), zwei Führungen und Eintritt sind unmittelbar nach Anmeldung 30,- € zu überweisen. Anmeldungen werden erbeten Günter Pesler (02401-4902). Überweisungen bitte auf das Konto des Geschichtsvereins Baesweiler: Sparkasse Aachen, IBAN: DE87 3905 0000 0047 7336 88/BIC: AACSDE33XXX

Gemeinsames Sommerfest mit der Baesweiler Tafel
(Samstag, 27. August 2016, 11:00 - 17:00 Uhr)

Der Geschichtsverein Baesweiler wollte mit dem im Haus Setterich veranstalteten Sommerfest die Baesweiler Tafel unterstützen, indem der erwirtschaftete Reinerlös dieser für Baesweiler so wichtigen sozialen Einrichtung zufließen sollte. Diese Zielsetzung konnte erfolgreich umgesetzt werden: Schatzmeister Sascha Kochs konnte in der Vorstandssitzung am 6. September 2016 nach Bezahlung und Gegenrechnung aller im Vorfeld der Veranstaltung entstandenen Kosten einen Betrag in Höhe von 804,57 € präsentieren, der dem Vorsitzenden der Baesweiler Tafel, Willy Feldeisen, am 22. September 2016 in Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Willi Linkens sowie Vertretern der Unternehmen, die das Sommerfest unterstützt haben, übergeben worden ist. Ausführlich wurde über das Fest sowohl in den vereinseigenen Mitteilungsblättern (Nrn. 56 und 57) als auch in der lokalen Presse berichtet, so dass sich weitere Ausführungen zu der Veranstaltung an dieser Stelle erübrigen. Gerne wird jedoch nochmals der Dank an alle Sponsoren - HTS Line High Tech Security GmbH, VR-Bank eG Region Aachen, Gartencenter Bellandris Höppener, EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH - privaten Spender und Besucher sowie fleißigen Helfer von Geschichtsverein Baesweiler und Baesweiler Tafel wiederholt, ohne deren Einsatz die Veranstaltung nicht hätte geplant, vorbereitet, durchgeführt und zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht hätte werden können.
Der Arbeitskreis Homepage möchte mit der folgenden kleinen Fotoschau an das schöne Ereignis und an die Übergabe des Spendenschecks im Rathaus Baesweiler erinnern.






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Münzausstellung in der Abtei Rolduc

Nachdem vom Geschichtsverein Baesweiler und der Stichting Eurode 2000+ im April 2015 der mit ca. 1.000 Besuchern sehr erfolgreich verlaufene 1. Euregionale Geschichtsmarkt ins Leben gerufen wurde, haben sich die beiden Partner gemeinsam mit den Aachener Münzfreunden nun dazu entschlossen, eine Münzausstellung in der geschichtsträchtigen Abtei Rolduc (Heyendallaan 82, NL-6464 Kerkrade, Saal 1 und 2) zu organisieren. Offiziell eröffnet wird die Veranstaltung am Sonntag, 23. Oktober, um 11:00 Uhr von Bürgermeister Dr. Willi Linkens und seinem Amtskollegen aus Herzogenrath, Christoph von den Driesch. Anschließend wird bis 17:00 Uhr ein weiter historischer Bogen gespannt: keltische, germanische und römische, Lütticher, Brabanter, Limburger und Aachener Münzen, die Französische Revolution wird ebenso berücksichtigt wie Münzen aus der Zeit des Aachener Kongresses (Monarchen-Kongress 1818). Geschichte lässt sich halt auf vielen Wegen erschließen, wobei Münzen durchaus eine mögliche Variante darstellen. Sie erzählen von Menschen und Lebensumständen ihrer Zeit. Die Ausstellung in der geschichtsträchtigen Abtei Rolduc gibt Einblicke in diese Welt. Sie zeigt aber noch mehr: Münzpräger, mittelalterliches Handwerk, Ritterutensilien, typische Lebensmittel der Vergangenheit – auch zum Probieren inkl. Met - und zeitgemäße musikalische Begleitung. Ergänzt wird die Münzausstellung zudem durch die Präsentation einer Briefmarkensammlung sowie den Bücherstand des Geschichtsvereins Baesweiler. Darüber hinaus lohnt sich grundsätzlich ein Besuch in der prächtigen Abtei Rolduc.

Auch bei dieser Veranstaltung ist der Eintritt frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sie möchten das neue Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler näher kennenlernen?
Sie wollen mehr über die Autoren und die Inhalte erfahren?
Welche Forschungsarbeit steckt hinter den einzelnen Beiträgen?



Vielleicht haben Sie bereits selbst darüber nachgedacht, eine schriftliche Arbeit zu einer bestimmten Thematik die Baesweiler Geschichte betreffend vorzulegen und sind noch auf der Suche nach einer Anregung.
Dann schauen Sie doch am Donnerstag, 13. Oktober 2016, um 19:00 Uhr im Lokal „Zur alten Schmiede“ in der Aachener Straße 240 in Baesweiler vorbei.
In der Veranstaltung stellen sich einige der Autoren und ihre Beiträge vor. Darüber hinaus gibt es einen Gesamtüberblick zu dem in diesem Jahr mit nahezu 300 Seiten besonders üppigen Jahrbuch. Selbstverständlich stehen Ihnen die Autoren für Fragen zur Verfügung. Gönnen Sie sich einen netten Abend in angenehmer Atmosphäre und erfahren Sie ganz nebenbei sowohl mehr über die Geschichte Baesweilers als auch über die Arbeit eines Geschichtsvereins.
Der Eintritt ist selbstverständlich frei.
Anmeldungen bitte beim Geschäftsführer Günter Pesler (Tel. 02401-4902 oder per E-Mail: gpesler@t-online.de)

Hier finden Sie den Veranstaltungskalender 2016 des LVR Amt für Bodendenkmalpflege ~~>

Bockreitertag in Aachen
Veranstalter:Stichting Eurode 2000+ und Stichting „Euregionale Bockreiter-Gesellschaft“
Zeit: Samstag, der 17. September 2016

Thema: Bockreitertag
Nicht zufällig wählten die Veranstalter Aachen als Ausgangspunkt der Fahrt. In Aachen wohnte der Henker Nicolas Tillembourg, der im Land von Hertogenrode als Henker sehr bekannt war und gegen die Bockreiter hart vorgegangen ist.
ausgewählte Programmpunkte:
download des vollständigen Programms ~~>
10.30 Uhr: Stadtwanderung durch Aachen
13.45 Uhr: Wanderung durch Herzogenrath, vorbei an verschiedenen Bockreiterobjekten
14.00 Uhr: Besuch der Burg Rode + Museum
16.00 Uhr: Besuch der kath. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
17.00 Uhr: Abschluss im ältesten Bockreiterrestaurant von Herzogenrath; Verzehr auf eigene Rechnung
18.30 Uhr: Ende der Veranstaltung
Um vorherige Anmeldung per E-Mail unter Angabe der Teilnahme am Abendessen und Verwendungszweck: Bockreitertag Aachen wird gebeten:
cg.scholtens[at]t-online.de
bei gleichzeitiger Überweisung der Teilnahmekosten exkl. Abendessen von €20,- an Catharina Scholtens IBAN: DE40 3905 0000 0006 6099 29/ BIC: AACSDE33XXX
Anmeldeschluss ist der 12. September 2016. Ihre Anmeldung gilt mit Eingang der Teilnahmekosten.

„Die Suche nach Hitlers Volk – Deutschlandreise 1945“
Dokumentarfilm, Deutschland 2015

Als im Zweiten Weltkrieg die Alliierten von Belgien aus nach Deutschland vorstießen, gehörten zu ihnen auch Befragungs-Offiziere, die Kontakt mit „ganz normalen“ Deutschen aufnehmen sollten, um mit ihnen Interviews zu führen. Zielsetzung: die deutsche Mentalität ergründen. Einer von ihnen war Saul K. Padover, ein amerikanischer Sozialwissenschaftler und Historiker, der der deutschen Sprache mächtig war, da er aus Wien stammte; 1920 war er in die USA ausgewandert.
Der Film zeigt szenisch rekonstruierte Dokumentationen von Gesprächen, die Padover vor allem im Raum Aachen geführt hat. Die Bandbreite der Aussagen ist vielfältig und die Interviewten haben sehr unterschiedliche Lebensläufe: Bauerntochter, Industrieller, Zwangsarbeiter, Nazi, Kommunist, Arbeiter. Ergänzt werden die Gespräche durch dokumentarische Rückblenden in die NS-Zeit, begleitende Interpretationen von renommierten Historikern und Zeitzeugenaussagen.
Der Film basiert in weiten Teilen auf dem Buch „Lügendetektor – Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45“, in dem Padover seine Erfahrungen veröffentlicht hat. In den USA erschien das Buch bereits 1946, in Deutschland erst im Jahre 1999 (EichbornVerlag, Frankfurt am Main, in der Reihe „Die Andere Bibliothek“, herausgegeben von Hans Magnus Enzensberger); es drängt sich die Frage auf: Warum? Der Film sucht ebenfalls Antworten auf die nach wie vor bewegende Frage: Warum?
Daten: Mittwoch, 5. Oktober 2016, 19:00 - 21:00 Uhr
Ort: VHS Aachen, Peterstraße 21-25 (Am Bushof), Raum 214
Eintritt: Frei
Kursnummer: 04002
Anmeldung: Volkshochschule Aachen
Peterstraße 21-25
52062 Aachen
Tel. 0241-4792-111
Fax 0241-40 60 23 vhs@mail.aachen.de

Sommerfest
Sehr geehrte Mitglieder und Freunde des Geschichtsvereins Baesweiler, wenn Sie das Sommerfest unterstützen möchten, senden Sie eine Mail an uns , oder rufen an unter 02401-4902.
Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe und/oder eine Kuchenspende.
Hier finden Sie das Programm und Angebot auch zum Download
Der Vorstand des Geschichtsvereins Baesweiler

Neuerscheinung!
„Gruß aus Baesweiler“ von Dr. Ulrich Schroeder


Seit mehr als vier Jahrzehnten sammelt das Vorstandsmitglied des Geschichtsvereins Baesweiler, Dr. Ulrich Schroeder, nun Ansichtskarten mit Motiven von Baesweiler und seinen Ortsteilen. Seine Sammlung umfasst inzwischen mehr als 300 Exemplare. In den letzten Jahren ist daraus Schritt für Schritt ein Buch entstanden. „Gruß aus Baesweiler“ ermöglicht dem Leser eine Reise – in Bild und Wort – durch die letzten 118 Jahre Stadtgeschichte.
Anhand von 262 ausgewählten Karten wird – in chronologischer Abfolge und nach Stadtteilen getrennt – nicht mehr Vorhandenes „sichtbar“ gemacht, jeweils Neues vorgestellt und dadurch die Veränderung/Entwicklung des Stadtbildes dokumentiert. Die Abbildungen werden durch Texte erläutert.
Interessenten können das Buch zum Preis von 29,- € in der Buchhandlung Wild (Kirchstraße 52, 52499 Baesweiler, Tel. 02401-1577) einsehen und erwerben oder direkt beim Autor bestellen (02451-42342 oder per E-Mail unter ulschroeder@online.de).

Stolpersteine

Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“
Vortrag von Gunter Demnig

Im Jahre 2014 sind in Baesweiler, Setterich und Oidtweiler die ersten Stolpersteine verlegt worden. Diese Steine vor den Häusern von Opfern der nationalsozialistischen Herrschaft werden die Erinnerungen an die Menschen lebendig halten, die einst dort wohnten. Da für Baesweiler bereits weitere Verlegungen in Planung sind, bietet sich ein Besuch der folgenden Vortragsveranstaltung für alldiejenigen an, die sich einmal näher mit der Thematik befassen möchten.
Am 28. Juni 2016 wird der Kölner Künstler Gunter Demnig in der Volkshochschule Aachen von der Entstehung seines Stolperstein-Projektes und der Entwicklung bis heute berichten. Inzwischen liegen in Deutschland und Europa in mehr als 1.500 Orten ca. 55.000 Stolpersteine. Die Gedenktafeln aus Messing werden jeweils vor dem Haus des letzten selbst gewählten Wohnortes der Opfer verlegt. Jeder Stolperstein wird ganz bewusst in Handarbeit hergestellt und nicht in Massenfertigung, darüber hinaus finden nur Einzel- und keine Massenverlegungen statt. Auf diese Weise soll die Bedeutung jedes einzelnen Schicksals in besonderer Weise hervorgehoben werden sowie das dahinter stehende menschliche Leid, welches die Menschen bis heute bewegt.
Daten: Dienstag, 28. Juni 2016, 19:00 - 21:15 Uhr
Ort: VHS Aachen, Peterstraße 21-25 (Am Bushof), Forum
Eintritt: Frei
Anmeldung: Volkshochschule Aachen
Peterstraße 21-25
52062 Aachen
Tel.  0241-4792-111
Fax 0241-40 60 23
vhs@mail.aachen.de

Geschichtsverein Baesweiler beteiligt sich am Aktivurlaub der Stadt

Der Vorstand des Geschichtsvereins Baesweiler hat beschlossen, sich in diesem Jahr am Aktivurlaub der Stadt mit einem eigenen Angebot zu beteiligen. Eine Fahrradtour für geschichtsinteressierte Senioren wird dabei den sportlichen Gedanken mit dem historischen verbinden. Hier die Daten:
Thema: „Zu historischen Stätten an der Wurm“
Zeit: Mittwoch, 13. Juli 2016, 9:00 Uhr
Treffpunkt: Bergfoyer CarlAlexanderPark (CAP)
Anmeldung: Stadt Baesweiler, Tel.: 02401/800-216
Routenverlauf:
CAP - Mansio - Altmerberen - Rimburg - Zweibrüggen - Burg Trips - Haus Beeck (Mittagspause im Erzählcafé Beeck) - Hubertuskreuz - Schloss Rurich - Judenfriedhof Linnich - St. Martinus Linnich - Welz - Ederen - Setterich
Streckenlänge: ca. 50 km
Hinweis: Sollte die Fahrradtour auf Grund schlechten Wetters nicht durchgeführt werden können, gibt es am 20. Juli einen Ausweichtermin.
Stolpersteine

Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist
Vortrag von Gunter Demnig

Im Jahre 2014 sind in Baesweiler, Setterich und Oidtweiler die ersten Stolpersteine verlegt worden. Diese Steine vor den Häusern von Opfern der nationalsozialistischen Herrschaft werden die Erinnerungen an die Menschen lebendig halten, die einst dort wohnten. Da für Baesweiler bereits weitere Verlegungen in Planung sind, bietet sich ein Besuch der folgenden Vortragsveranstaltung für alldiejenigen an, die sich einmal näher mit der Thematik befassen möchten.
Am 28. Juni 2016 wird der Kölner Künstler Gunter Demnig in der Volkshochschule Aachen von der Entstehung seines Stolperstein-Projektes und der Entwicklung bis heute berichten. Inzwischen liegen in Deutschland und Europa in mehr als 1.500 Orten ca. 55.000 Stolpersteine. Die Gedenktafeln aus Messing werden jeweils vor dem Haus des letzten selbst gewählten Wohnortes der Opfer verlegt. Jeder Stolperstein wird ganz bewusst in Handarbeit hergestellt und nicht in Massenfertigung, darüber hinaus finden nur Einzel- und keine Massenverlegungen statt. Auf diese Weise soll die Bedeutung jedes einzelnen Schicksals in besonderer Weise hervorgehoben werden sowie das dahinter stehende menschliche Leid, welches die Menschen bis heute bewegt.
Daten: Dienstag, 28. Juni 2016, 19:00 - 21:15 Uhr
Ort: VHS Aachen, Peterstraße 21-25 (Am Bushof), Forum
Eintritt: Frei
Anmeldung: Volkshochschule Aachen
Peterstraße 21-25
52062 Aachen
Tel.  0241-4792-111
Fax 0241-40 60 23
vhs@mail.aachen.de

Die Französische Revolution
Vortragsreihe von Historiker Armin Meißner

Die Volkshochschule Nordkreis Aachen, Kooperationspartner des Geschichtsvereins Baesweiler, bietet eine Vortragsreihe zur Französischen Revolution an. Historiker Armin Meißner wird an drei Terminen - 19. u. 26. April sowie am 3. Mai - über Vorgeschichte, Verlauf und Folgen der damaligen Ereignisse referieren.
In der Remise der Alsdorfer Burg ruft Armin Meißner eine Epoche in Erinnerung, die das moderne Europa entscheidend geprägt hat. Die Französische Revolution bewirkte, dass absolutistische Vorstellungen mit und mit durch ein moderneres Verständnis von Politik und Gesellschaft verdrängt wurden. Darüber hinaus nahmen mit der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte der französi-schen Nationalversammlung im August 1789 die Ideen der Aufklärung breiten Raum ein. Diese Erklärung, die als Bollwerk gegen die absolutistischen Monarchien diente, ist noch heute die Grundlage der westlichen Demokratien. Allerdings dürfen auch die Schattenseiten der Ereignisse zum Ende des 18. Jahrhunderts nicht übersehen werden: Gegenrevolutionäre Bestrebungen wurden brutal bekämpft und die „Feinde der Revolution“ unnachgiebig verfolgt. Die Guillotine kam trotz der Propagierung der Menschen- und Bürgerrechte immer häufiger zum Einsatz. Politische Vision und Realpolitik lagen in den Jahren nach dem Sturm auf die Bastille noch sehr weit auseinander.
Armin Meißner wird im Rahmen der Vortragsreihe umfassend und durchaus kritisch über dieses epochale Ereignis berichten. Hier zusammengefasst die Daten:
Daten: 19. und 26. April sowie 3. Mai, jeweils 18:30 – 20:00 Uhr
Ort: Burg Alsdorf, Remise, Burgstraße 1, 52477 Alsdorf
Eintritt: Frei
Anmeldung: Telefonische Anmeldung bei der VHS Nordkreis Aachen
Kontakt: Tel. 02404-90630

JHV

Als die Römer in Baesweiler waren

Archäologie liefert Erkenntnisse über vergangene Zeiten
am 7. April 2016, 19:00 Uhr, entführen der Geschichtsverein Baesweiler und die Volkshochschule Nordkreis Aachen in einer gemeinsamen Veranstaltung in die Römerzeit, die auch in Baesweiler, ja in der gesamten Region ihre Spuren hinterlassen hat. Der Leiter des Arbeitskreises Archäologie im Baesweiler Geschichtsverein, Alexander Plum, wird im Lokal „Zur alten Schmiede“ (Aachener Straße 240, 52499 Baesweiler) über bedeutende Funde an der Via Belgica zwischen Rimburg und Jülich berichten.
An der ehemaligen römischen Straße von Köln bis Boulogne-sur-Mer gab es eine ganze Reihe von zivilen Siedlungen, die der Organisation des Verkehrs, der Unterbringung der Reisenden sowie der gewerblichen Produktion dienten. Die Vici waren Orte des Handwerks und des Handels. Darüber hinaus wurden Dienstleistungen aller Art angeboten. Eine davon lag in unmittelbarer Nähe zu Baesweiler, an den Ufern der Wurm in Rimburg. Die zweite große Siedlungsanlage mit einer beträchtlichen Ausdehnung von ca. 850 Metern befand sich in Baesweiler selbst, und zwar an der Westseite der Bergehalde am CarlAlexanderPark. An diesen beiden Standorten sowie an vielen anderen Stellen in hiesiger Region wurden bemerkenswerte Funde gemacht. Referent Alexander Plum wird aber nicht nur darüber berichten, sondern auch über den antiken Straßenverlauf der Via Belgica, der durch moderne Untersuchungsmethoden - Laserscann, geophysikalische Messungen - gesichert werden konnte. Zudem wird er einzelne Funde vorstellen und die Aufgaben der ehrenamtlichen Bodendenkmalpflege in der Region erläutern. Mithilfe umfangreichen Bildmaterials wird ein Teil der Geschichte Baesweilers und der Region anschaulich, eine historische Epoche, die sehr weit weg erscheint, deren Spuren aber allgegenwärtig sind.
Anmeldungen für den Vortragsabend können sowohl beim Geschichtsverein Baesweiler (E-Mail: gpesler@t-online.de) oder telefonisch bei der Volkshochschule Nordkreis Aachen unter 02404-90630 vorgenommen werden. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

Wasser ist zum Waschen da – Baden im Barock
Vortrag von Historiker Armin Meißner

Am Mittwoch, 9. März 2016, stellt der Kooperationspartner des Geschichtsvereins Baesweiler, die Volkshochschule Nordkreis Aachen, in einem Vortrag von Armin Meißner ein Thema vor, welches bei Gedanken zur Historie nicht auf Anhieb präsent ist: Körperpflege. Weit verbreitete Meinung zur Thematik dürfte wohl sein, dass die Römer bereits eine gut entwickelte Badekultur hatten, in späteren Jahrhunderten der Schwerpunkt der Menschen aber eher nicht auf Körperhygiene gelegen habe. Gerade das 17. und 18. Jahrhundert gelten als ein Zeitraum, in dem auf Reinlichkeit kaum Wert gelegt worden ist. Selbst hinter den prunkvollen Fassaden barocker Schlösser hätten sich in diesem Zusammenhang unsagbare Zu(Miss-)stände verborgen: Gewaschen wurde sich nicht, sondern gepudert, wobei der Körperschmutz lediglich verdeckt und nicht beseitigt worden sei. Öle, Pasten und Salben ersetzten das Wasser und Stellen am Körper, die zur Geruchsentwicklung neigen, seien einparfümiert worden, so die gängige Meinung. Doch war das wirklich so? Legten die Menschen in jener Zeit tatsächlich so wenig Wert auf Körperhygiene? Der Historiker Armin Meißner möchte in seinem Vortrag diesen Vorurteilen begegnen und damit auch den weit verbreiteten Ansichten zu dieser Thematik. Gleichzeitig wird er erläutern, wie es zu den Missverständnissen kam, die heute unser Bild von jener Zeit in Sachen Körperpflege bestimmt. Der Referent widmet sich damit einer historischen Fragestellung, die auch die Frage aufwirft, wie unsere Körperpflege heutzutage aussehen könnte, wenn wir nicht in der glücklichen Lage wären, die Segnungen der Moderne nutzen zu können, die die Menschen in den entwickelten Ländern dieser Welt in die Lage versetzt, auf bequeme Art und Weise reinlich zu sein, eine Bequemlichkeit, von der die Menschen in früheren Epochen nur träumen konnten.
Daten: Mittwoch, 9. März 2016, 19:00 - 21:15 Uhr
Ort: Burg Alsdorf, Remise, Burgstraße 1, 52477 Alsdorf
Eintritt: Frei
Anmeldung: Telefonische Anmeldung bei der VHS Nordkreis Aachen
Kontakt: Tel. 02404-90630

Wer war eigentlich Matthias Goebbels?
Vortrag zu Leben und Werk des Künstlers und Kirchenmannes aus Baesweiler

Zugegeben, heute ist der bedeutende Kirchenmaler Matthias Goebbels (1836-1911) außer bei Experten weithin in Vergessenheit geraten. Selbst der nach ihm im Jahre 2007 benannte Friedhofsvorplatz in Baesweiler und eine Ausstellung im Jahre 2011 zu seinem 100. Todestag in der Abtei Rolduc unter Beteiligung des Geschichtsvereins Baesweiler haben seinen Bekanntheitsgrad im Ort kaum weiter steigern können. Dabei ist er ein Sohn der Stadt, hier geboren und auf seinen ausdrücklichen Wunsch auf dem Friedhof in Baesweiler beerdigt, obwohl ihm als Kanoniker am Aachener Dom eine Grabstätte in der alten Kaiserstadt zugestanden hätte. Der Geschichtsverein Baesweiler und die Volkshochschule Nordkreis Aachen möchten mit einem Vortrag das Wissen in der Öffentlichkeit zu seinem Leben und Werk wiederbeleben. Catharina Scholtens, Vorsitzende des Geschichtsvereins Baesweiler, befasst sich bereits seit vielen Jahren intensiv sowohl mit dem kirchlichen Werde-gang von Matthias Goebbels als auch mit seiner künstlerischen Tätigkeit. Als Leiterin der ehrenamtlichen Gästeführer in der altehrwürdigen Abtei Rolduc hat sie zu seinen Kunstwerken einen ganz besonderen Zugang. In dem Klosterkomplex zwischen Herzogenrath und Kerkrade finden sich die schönsten Ergebnisse seiner Schaffenskraft, und auch nur dort sind die Goebbel´schen Werke heute noch zu bestaunen. Er hat zwar mehr als 30 weitere Kirchen ausgemalt - insgesamt eine unglaubliche Produktivität auf allerhöchstem Niveau - allerdings existieren diese Bauten heute nicht mehr. Sein kirchliches Wirken wurde gekrönt durch die Ernennung zum Kanoniker am Aachener Dom im Jahre 1892.

Catharina Scholtens wird Einblicke in das Leben eines Baesweilers geben, dessen Liebe der Kirche und der Kunst galt.
Am Mittwoch, 2. März, 19:00 Uhr, hält sie ihren Vortrag im Kulturzentrum der Burg Baesweiler, Burgstraße 16.
Anmeldungen zu der kostenfreien Veranstaltung bitte bei der VHS (02404-90630), beim Geschichtsverein Baesweiler unter 02401-4902 oder per E-Mail (gpesler@t-online.de).


28. Jülicher Bücherbörse mit dem Geschichtsverein Baesweiler


Am Sonntag, 14. Februar 2016, findet in der Zeit von 10:30 - 13:30 Uhr die Jülicher Bücherbörse statt, an der in diesem Jahr auch der Geschichtsverein Baesweiler mit einem eigenen Stand teilnehmen wird. Dort werden Sie die Neuerscheinungen des Jahres 2015 finden sowie zusätzlich Antiquarisches aus dem Vereinsbestand. Darüber hinaus bieten die zahlreichen Aussteller Literatur mit lokalem und regionalem Bezug an, Literatur, die zum Teil noch nicht einmal in Antiquariaten zu finden ist, sondern die nur durch die Arbeit der Geschichts- und Heimatvereine der hiesigen Region gesichert und so vor dem Verlust bewahrt werden konnte.
Möglicherweise haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Ihren privaten Bücherbestand zu reduzieren, um Platz zu schaffen. Sollte dies der Fall sein, bitte die Bücher keinesfalls wegwerfen. Lokal- und regionalhistorische Literatur ist stets willkommen, gerne aber auch weitere historische Fachbücher. Wir schauen uns gerne Ihre Literatur an und prüfen dabei, ob sie den Bestand des Geschichtsvereins Baesweiler sinnvoll ergänzen kann. Wenn Sie möchten, bringen Sie doch Ihre Literatur zur Jülicher Bücherbörse mit, damit wir sie mit Ihnen gemeinsam sichten. Auf diese Weise können Sie das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
Jedenfalls würden wir uns sehr darüber freuen, wenn Sie die Jülicher Bücherbörse und den Stand des Geschichtsvereins Baesweiler am 14. Februar besuchen würden, und sei es nur zu einem zwanglosen Gespräch bei einer Tasse Kaffee.

Daten: Sonntag, 14. Februar 2016, 10:30 – 13:30 Uhr
Ort: Gymnasium Zitadelle Jülich, PZ, In der Zitadelle, 52428 Jülich
Anmeldung: Nicht erforderlich


VHS Nordkreis Aachen und Geschichtsverein Baesweiler präsentieren:
Ostpreußen – eine Brücke zwischen Ost und West?
Reiseeindrücke einer Bustour vom letzten Sommer


Foto: Jürgen Dauter

Die Reisegruppe mit Reiseleiter Heiner J. Coenen (links knieend), neben ihm Jurij Userzow, Schulleiter aus Uljanowo. Hintere Reihe 4. von rechts: Co-Referent Peter Kullick; vor ihm die Zwillinge Christel und Gerda Gerull, Jahrgang 1929, aus Hohensalzburg/Ostpreußen.
Jurij Userzow ist ein waschechter Ostpreuße. Obwohl von Geburt Russe, hat er seine Heimat so in sein Herz geschlossen, dass er keinen Unterschied macht zwischen dem früheren und heutigen Ostpreußen. Als Leiter der Hauptschule in Uljanowo/Breitenstein/Kraupischken hat er vier Zimmer und den Flur in seinem Schulgebäude zu einem „Ostpreußen“-Museum umfunktioniert, wo er unterschiedslos Überreste aus der deutschen und russischen Vergangenheit seiner Heimat ausstellt. Dies soll deutsche Besucher und seine russischen Landsleute anregen, sich der Kultur und dem Wesen der anderen Volksgruppe vorurteilsfrei zu öffnen. Eine Reisegruppe der Kreisgemeinschaft Tilsit/Rangnit war im Juli 2015 bei ihm zu Besuch und konnte neben dem Studium von Dokumenten aus 100 Jahren eine Vorführung der Schüler miterleben, die für ihre jeweilige Altersgruppe erstaunliche akrobatische Fähigkeiten zeigen konnten, was weit über reine Sportgymnastik hinausging. Als Lohn winkt ihnen die Teilnahme an einem Schülerwettbewerb in Moskau. Sehr begeistert von der Aufführung waren auch die Gerull-Zwillinge, die fast jedes Jahr im Sommer ihre alte Heimat besuchen.
Von dieser Reise und der Magie wie auch den Widersprüchen des heutigen Ostpreußen berichten am Donnerstag, den 11.Februar 2015, 19 Uhr im Lokal „Zur alten Schmiede“ in Baesweiler (Aachener Straße 240) die beiden Teilnehmer Heiner J. Coenen und Peter Kullick.
Heiner J. Coenen, Studiendirektor a. D., begegnete dem Thema Ostpreußen bereits 1961 zu Beginn seiner Lehre zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Der Ausbilder des damals noch Dreizehnjährigen war ein 26-jähriger Geschäftsführer mit dem Namen Metschulat. Dessen Familie hatte ein großes Mühlenwerk in Kraupischken/Breitenstein, in der Nähe von Ragnit besessen, bevor er als Elfjähriger mit seiner Familie Ende Oktober 1944 die lange Flucht antrat. Dieser Ostpreuße entfachte sein Interesse für das komplexe Thema Ostpreußen. Seit 2009 bereist er jährlich das ehemalige Ostpreußen, seit 2013 als Reiseleiter.
Peter Kullick ist ein halber Ostpreuße. Sein Vater kam nach dem Krieg nach Baesweiler und heiratete ein Mädchen aus dem Ort. Früher Lehrer für Deutsch und Geschichte am Gymnasium Baesweiler, erkundete er Ostpreußen bzw. Masuren, den heute polnischen Teil der Provinz, bereits Anfang der 90er Jahre u. a. mit seinem Vater auf den Spuren von dessen Kindheit rund um Sensburg. Damals - 1993 - war es noch nicht möglich, als Tourist in das Kaliningrader Gebiet zu reisen. So war ein Besuch des alten Königsberg, wo der Vater seine Jugend verlebt hatte, nicht möglich. Seit einigen Jahren gibt es Wege, Kaliningrad kennenzulernen. So startete Peter Kullick, inspiriert durch den Kontakt mit Heiner J. Coenen, eine Art Expedition in ein Land, das zwischen alter deutscher und neuer russischer Identität seinen Weg sucht.
Anmeldungen zu dieser Kooperationsveranstaltung zwischen der Volkshochschule Nordkreis Aachen (VHS) und dem Geschichtsverein Baesweiler bitte unter Tel. 02401-4902 beim Geschäftsführer des Vereins, Günter Pesler, oder bei der VHS (02404-90630). Der Eintritt ist frei.


Zwischen Burgfrieden und Kriegsopposition
Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Kruse

Der am 4. August 1914 zu Beginn des Ersten Weltkriegs von Kaiser Wilhelm II. an die Vertreter aller Parteien gerichtete Satz „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche", mit dem Ziel der Zurückstellung aller innenpolitischen Konflikte und der Bündelung der Kräfte für die bevorstehenden Kämpfe, fand nahezu ungeteilte Zustimmung. Auch die SPD, bis dahin antimilitaristisch ausgerichtet, stimmte für den sogenannten Burgfrieden und für die notwendige Aufnahme von Kriegskrediten. Doch im Laufe des Jahres 1915 veränderte sich die Stimmungslage bei den Sozialdemokraten. Am Ende des Jahres erfolgte dann eine offizielle Anfrage der sozialdemokratischen Reichtagsfraktion an den Reichskanzler von Bethmann- Hollweg, unter welchen Bedingungen die Reichsregierung bereit sei, Friedensver¬handlungen aufzunehmen. Der Vortrag von Wolfgang Kruse, Professor für Geschich¬te an der Fernuniversität in Hagen und Spezialist für den Ersten Weltkrieg, geht auf diesen Stimmungsumschwung und auf die weiteren Veränderungen in der damaligen sozialdemokratischen Politik ein, die von der anfänglichen Unterstützung bis zur Ablehnung der Fortführung der Kampfhandlungen und schließlich zur Spaltung der Partei führten.
Daten: Donnerstag, 14. Januar 2016, 19:30 - 21:00 Uhr
Ort: VHS Aachen, Peterstraße 21 - 25, 52062 Aachen, Forum
Eintritt: Frei
Anmeldung: Nicht erforderlich
Kontakt: Volkshochschule Aachen
Peterstraße 21-25 52062 Aachen Tel. 0241-4792-111 Fax 0241-40 60 23 vhs@mail.aachen.de