Archiv 2017



Die Archive der Vorjahre finden Sie über die Auswahl im Untermenü Archiv oben auf dieser Seite.

Hier gibt es das Programm für das 1. Halbjahr 2017
Hier gibt es das Programm für das 2. Halbjahr 2017
Die Vortragsreihe geht weiter in die 2. Runde:






7. Tag der Genealogie
15.10.2017 10-17 Uhr
Kulturzentrum Burg Baesweiler

Hier geht es zum Flyer mit genaueren Infos
Genealogen treffen sich in der Burg Baesweiler


Zum mittlerweile siebten Mal richtet der Arbeitskreis Familienforschung des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. seinen „Tag der Genealogie“ aus. Im Kulturzentrum Burg Baesweiler (Burgstraße 16) liegt am Sonntag, 15. Oktober 2017 (10:00 - 17:00 Uhr) der Schwerpunkt bei den ortsnahen Familienforschungen, in denen Namen auftauchen wie Aretz, Braun, Dautzenberg, Derichs, Dreßen, Engels, Jorgas, Kellenter, Keufen, Kochs, Mainz, Offergeld, Radermacher, Vitten, Zillekens und viele andere mehr. Auch der bewährte Verkauf von heimat- und familienkundlicher Literatur mit teils antiquarischen Büchern wird wieder stattfinden. Neben einem Anbieter von Genealogie-Software wird auch die Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde (WGfF) mit einem Stand vertreten sein und dem Forscherneuling wie dem versierten Familien- und Heimatforscher Tipps, Hinweise und Auskünfte erteilen. Auch werden neben anderen der Eschweiler Geschichts-verein und das Familienbuch Euregio über ihre Ausstellungen und Aktivitäten informieren.
Neben Bewährtem bieten die Familienforscher in diesem Jahr auch Vorträge an. Im „Ritterzimmer“ der Burg Baesweiler wird zunächst um 11:30 Uhr Karl-Heinz Nieren über die ehemaligen jüdischen Mitbürger in Geilenkirchen berichten (u. a. Herkunft, Wohnorte), wo es eine der größten jüdischen Gemeinden der Region gab, und über seine weltweiten Kontakte zu ihren Nachkommen. Darüber hinaus wird er die „Stolpersteine“ thematisieren, die Besonderheiten der jüdischen Namensgebung und die z. B. durch napoleonische Erlasse verordneten Namensänderungen. Der Heimatforscher Karl-Heinz Nieren hat im Jahre 2014 für die „Initiative Erinnern Geilenkirchen“ die 70seitige Broschüre „Juden in Geilenkirchen - Auf der Spuren-suche in der Stadt“ erstellt, damit die ehemaligen jüdischen Mitbürger nicht verges-sen werden. Um 15:00 Uhr folgt der zweite Vortrag, in dem Jürgen Klosa über die aus dem historischen Gedächtnis verschwundene Zeitung „Grubenlicht“ des Aachener Steinkohlenreviers berichten wird. In den Jahren 1933 bis 1939 wurde sie im 14tägigen Rhythmus an die Bergleute im Revier verteilt. Themen waren u. a. Geschichten aus dem Bergbaualltag, Bergbaugeschichte, Soziales sowie die namentliche Nennung von im Bergbau tödlich Verunglückten. Die kurz nach der Regierungsübernahme der Nationalsozialisten aufgelegte Zeitung erlaubt einen aufschlussreichen Blick in die Bergbaugeschichte des Aachener Steinkohlenreviers vor dem Zweiten Weltkrieg.
Das Angebot am Tag der Genealogie wird komplettiert durch umfangreiches Bild- und Filmmaterial des Geschichtsvereins Baesweiler, welches im Bühnenbereich auf einer Großleinwand während des gesamten Veranstaltungszeitraums präsentiert wird. So werden u. a. Szenen von der Eröffnung der Sportanlage des SV 07 Setterich zu Beginn der 1970er Jahre gezeigt, als dort Fußballgrößen wie Günter Netzer und Hacki Wimmer dort aufliefen.
Die Verantwortlichen hoffen, erneut ein abwechslungsreiches Angebot an alle lokal-historisch Interessierten und die Familienforscher im weiteren Umkreis zu unterbreiten.
Der Eintritt ist frei.


„Vom schwarzen Berg zur grünen Oase -
Der Bergbau in Baesweiler und seine Relikte“
Zeit: Freitag, 13. Oktober 2017, 14:00 - 17:00 Uhr
Ort: Am CarlAlexanderPark, am „Roten Haus“


Die Bergehalde in Baesweiler erinnert an die Zeche Carl-Alexander, die über einen Zeitraum von fast 70 Jahren den Ort geprägt hat. Helmut Hager vom Naturschutz-bund Aachen-Land und Günter Pesler vom Geschichtsverein Baesweiler geben in ihrer Führung auf dem ehemaligen Bergwerksgelände Einblicke in die Geschichte der Zeche, sie beleuchten die infrastrukturellen Probleme und die soziale Situation der Bergarbeiterfamilien. Außerdem wird bei der Haldenexkursion an vielen Beispielen deutlich, wie im Laufe der Zeit die Renaturierung des Extrem-Standorts „Bergehalde“ ohne Zutun des Menschen gelungen ist. Die Führung ist kostenfrei.
Die Führung findet statt im Rahmen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stadt Land Fluss“ des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR).
Anmeldung: Günter Pesler, Tel. 02401-4902 oder E-Mail: gpesler@t-online.de

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde des Geschichtsvereins Baesweiler,
Volkshochschule Aachen Nordkreis und der Geschichtsverein Baesweiler e.V. starten am 29. und 30.09.2017 die in Kooperation mit dem Historiker Enno Schwanke vom Historischen Institut der Universität zu Köln entwickelte 7-teilige Vortragsreihe

„Geschichte verstehen - Zukunft gestalten“

die bis Sommer 2018 im 8-Wochen-Rhythmus fortgesetzt wird.
Ort des ersten Veranstaltungswochenendes ist das Gymnasium Baesweiler: Freitag 19:00 Uhr und Samstag 14:00 Uhr.





Das Projektteam stellte in den vergangenen Monaten in zahlreichen Gesprächen die Veranstaltungsreihe vor, um möglichst viele Menschen und gesellschaftliche Gruppen in die Diskussion einzubinden. Dabei haben wir viel Unterstützung erfahren, von den Bürgermeistern der vier Nordkreiskommunen, von Schulen, Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, von den Medien und interessierten Menschen.
Dafür danken wir - Jana Blaney (Leiterin Volkshochschule Nordkreis Aachen), Enno Schwanke (Historisches Institut der Universität zu Köln), Heinz W. Kneip und Günter Pesler (Geschichtsverein Baesweiler e. V.) – herzlichst. ( Bild v.l.n.r. Heinz Kneip, Günter Pesler, Jana Blaney, Dr. Linkens) Auch nach Beginn der Veranstaltungsreihe führen wir die Gespräche fort. Gerne stehen wir hierzu allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.
Im Rahmen der intensiven Vorbereitungsphase wurden sieben junge Wissenschaftler/innen verschiedener Universitäten aus ganz Deutschland gewonnen. Nun ist es soweit: das erste Themenwochenende startet.


Drei Anmerkungen vorweg:

1. Freitags- und Samstagsveranstaltung sind stets thematisch gekoppelt.
2. Es geht neben der historischen Spurenlese auch um die Verbindung zur Gegenwart mit der Fragestellung: „Sind heute in der deutschen Gesellschaft Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bedroht?“
3. Weiterführende Informationen zur Veranstaltungsreihe - u. a. eine Präsentation - finden Sie auf der Homepage des Geschichtsvereins Baesweiler: www.geschichtsverein-baesweiler.de und der VHS Aachen Nordkreis.

Erster Veranstaltungstag: Freitag, 29. September 2017, 19:00 Uhr
Gymnasium Baesweiler, Aula, Otto-Hahn-Straße 16, 52499 Baesweiler
Nach der Begrüßungsansprache durch Bürgermeister Dr. Willi Linkens liest der erste Gast der 7-teiligen Veranstaltungsreihe, der Schriftsteller Niklas Frank aus seinem Buch:
Niklas Frank „Der Vater - Eine Abrechnung“

Der Journalist, langjährige Auslandskorrespondent und erfolgreiche Autor war über zwei Jahrzehnte Reporter beim STERN und ist Verfasser der Trilogie „Der Vater“, „Meine Deutsche Mutter“ und „Bruder Norman!“. Darin arbeitet er das Leben seiner Eltern und seine Beziehung zu ihnen auf: Hans Frank, 1946 in Nürnberg zum Tode durch den Strang verurteilter Generalgouverneur im besetzten Polen, und Brigitte Frank (Zeitgenossen nannten ihn den „Schlächter von Polen“, die Mutter „Königin von Polen“). Niklas Frank rekonstruiert lückenlos das Leben seines Vaters durch Erinnerungen, Gespräche mit seinem Bruder und jahrelangen Recherchen, in deren Verlauf er erkennen musste, welch ungeheures Ausmaß dessen Verbrechen hatten. Mit seiner schonungslosen Aufklärungsarbeit und seiner Bereitschaft zur kontroversen Diskussion ist er Vorbild insbesondere für junge Menschen. Nach der Lesung lädt der Autor zur Diskussion mit offenem Ende ein. Günter Pesler vom Geschichtsverein Baesweiler führt in den Abend ein und moderiert die Diskussion.
Eintritt: 5,- € (Schüler, Studierende, ALG II-Empfänger frei)
Anmeldung: Geschichtsverein Baesweiler, Telefon: 02401-4902, E-Mail: gpesler@t-online.de oder
Volkshochschule Nordkreis Aachen, Telefon: 02404-90630,
E-Mail: info@vhs-nordkreis-aachen.de


Immer wieder wird folgende Frage gestellt: „Wie konnte es zum Nationalsozialismus und zu all den damals begangenen Verbrechen kommen?“ Die Ursachen, also die ideengeschichtlichen Vorläufer des Nationalsozialismus wird am Samstag der Historiker Michael Sulies beleuchten. Die thematische Kopplung der Freitags- und der Samstagsveranstaltung lässt sich prägnant wie folgt zusammenfassen:
hier die Folgen, dort die Ursachen.


Zweiter Veranstaltungstag: Samstag, 30. September 2017, 14:00 Uhr - 17:00 Uhr
Gymnasium Baesweiler, PZ, Otto-Hahn-Straße 16, 52499 Baesweiler
Michael Sulies, Historisches Institut der Universität zu Göttingen: „Ideengeschichtliche Vorläufer des Nationalsozialismus“

Der Referent befasst sich mit den Ursprüngen des Nationalsozialismus ab Mitte des 19. Jahrhunderts: Antisemitismus, Rassismus, völkische Bewegung u. a. Mit der Gründung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) flossen die bereits im deutschen Kaiserreich angelegten ideengeschichtlichen Wurzeln in eine antidemokratische Ideologie ein, die in einem autoritären Führerstaat umgesetzt werden sollten; mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 wurde das Gedankengut in weiten Teilen zur erschütternden Realität. Darüber hinaus erläutert der Referent in diesem Zusammenhang den Stellenwert des 1. Weltkriegs, die Auseinandersetzungen zwischen den parteipolitischen Lagern in der Weimarer Republik und die daraus resultierenden Mentalitäten und Einstellungen, die nach 1933 von der NSDAP nur noch adaptiert werden mussten. Nach dem historischen Referat wird mit themenbezogenen Thesen die Brücke in die Gegenwart geschlagen, die historischen Erkenntnisse werden mit aktuellen Entwicklungen gespiegelt. Im Zentrum der Veranstaltung steht dabei ein reger Meinungsaustausch zwischen Gästen und Referent und den Gästen untereinander.
Eintritt: Frei
Anmeldung: Geschichtsverein Baesweiler, Telefon: 02401-4902, E-Mail: gpesler@t-online.de oder
Volkshochschule Nordkreis Aachen, Telefon: 02404-90630,
E-Mail: info@vhs-nordkreis-aachen.de)


Erläuterungen zum Ansatz der Vortragsreihe:
Inhaltlich stellt die Vortragsreihe mit Blick auf aktuelle nationale und europäische Entwicklungslinien darauf ab, am Beispiel von sieben Themenschwerpunkten den Weg der Gesellschaft im Nationalsozialismus in die Inhumanität aufzuzeigen und die historischen Erkenntnisse mit aktuellen Bezügen zu spiegeln.
Menschen ins Gespräch bringen: Die Kinder der Täter-/Opfergeneration und Jugendliche und junge Erwachsene, die biografisch an der Schwelle zur gesellschaftlichen Verantwortung stehen, sowie alle Interessierten an kontroversen aber auf gegenseitigem Respekt beruhenden Diskussionen, möchte das Projektteam an einen neutralen Ort zusammenbringen und zum offenen Gespräch einladen. Ziel ist, dafür zu sensibilisieren, dass das Privileg Teil einer offenen und freien Gesellschaft zu sein nicht a priori gegeben, sondern immer nur Ergebnis von Partizipation, Engagement und Haltung des Einzelnen ist.
Methodik: Das Themenwochenende wird jeweils am Freitag zuvor durch Lesungen, Podiumsdiskussionen usw. eingeführt. Insbesondere Menschen, die über persönli-che Schicksale berichten können, die Geschichten mit der Geschichte verbinden, sol-len hier zu Wort kommen, wobei sich bereits hier das Publikum aktiv einbringen soll.
Schritt 1: Die Samstagsveranstaltung soll zunächst mit der historischen Aufarbeitung des jeweiligen Themenschwerpunktes durch junge Wissenschaftler/innen beginnen.
Schritt 2: Themenbezogene Thesen stellen den Bezug zu aktuellen nationalen und/oder europäischen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen her.
Schritt 3: Anschließend wird in einer moderierten Diskussion das Gespräch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesucht. Äußern Sie Ihre Fragen an den/die Historiker/innen, kommen Sie aber auch mit ihren Tischnachbarn ins Gespräch. Insbesondere der Austausch zwischen jungen und älteren Menschen, der in den Familien häufig nicht stattfindet, kann in einer neutralen Umgebung zu einer offenen Diskussion führen. Zeitzeugen, die den Weg Deutschlands in eine Demokratie beobachtet und gestaltet haben, die selbst nicht selten das Schweigen in den Familien belastet hat, und jungen Menschen bietet sich damit die Möglichkeit eines fruchtbaren Austauschs. Erfahrungsträger der Vergangenheit und Verantwortungsträger der Zukunft in das Gespräch zu bringen, das ist der Schwerpunkt der gesamten Veranstaltungsreihe. Die Historiker stehen für Fragen während der gesamten Veranstaltung zur Verfügung.
Für die jüngeren Teilnehmer/innen öffnet sich zudem der Einblick in die „Werkstatt des Historikers“, denn die jungen Wissenschaftler/innen stehen auch hierzu für Fragen zur Verfügung.



Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an der Veranstaltungsreihe „Geschichte verstehen - Zukunft gestalten“. Werden Sie Teil eines Projekts, welches für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit werben und vor den Gefahren, die heute diesen Eckpfeilern unseres Gemeinwesens drohen, warnen will. Für Anregungen Ihrerseits, für ein offenes Gespräch mit Ihnen auch außerhalb der Veranstaltungstermine stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Nutzen Sie zur Kontaktaufnahme bitte die folgende E-Mail-Adresse: gpesler@t-online.de
Jana Blaney
Enno Schwanke
Heinz Kneip
Günter Pesler
Projektteam „Geschichte verstehen - Zukunft gestalten“







Aachener Brunnen und Denkmäler –
Führung rund um Dom und Rathaus mit dem Geschichtsverein Baesweiler

Der Geschichtsverein Baesweiler bietet am Samstag, 24. Juni 2017, eine um 15:00 Uhr beginnende und ca. 90-minütige dauernde Führung zu den Aachener Brunnen und Denkmälern rund um Dom und Rathaus an; Treffpunkt ist der Haupteingang vor dem Aachener Dom (Domvorhof). Mit Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Schroeder hat der Verein einen echten „Öcher“ und einen ausgewiesenen Experten in seinen Reihen, der mit der Aachener Innenstadt und ihrer Geschichte bestens vertraut ist. Denn schon als Kind und Jugendlicher beobachtete er auf seinem Schulweg zum Kaiser-Karls-Gymnasium täglich die kleinen und großen baulichen Veränderungen in der Innenstadt, wobei schon früh die alten und neu errichteten Denkmäler, Skulpturen und Brunnen, die Motive aus der Geschichte Aachens aufgriffen, auf sein besonderes Interesse stießen. In dieser Zeit war die Aachener Stadtverwaltung bestrebt, den über den Krieg geretteten Bestand an Denkmälern und Brunnen zu erhalten und die Innenstadt durch neue künstlerische Objekte, die nicht nur der Aachener Vergangenheit zugewandt sein sollten, zu erweitern. Maßgeblich beteiligt an der Ausführung dieses Vorhabens war der damalige, sehr kunstfreudige Baudezernent der Stadt Aachen, Prof. Dr. Wilhelm K. Fischer. Er verstand es, die Denkmal- und Brunnenfreude der Aachener zu beleben und zahlreiche Aachener Künstler für die Verwirklichung dieses Plans zu gewinnen, so dass sich Aachen bis heute besonders durch seine Brunnen und Denkmäler als besuchenswerte Stadt erweist. Bald schufen die Aachener Künstler/innen auch für die umliegenden Städte und Gemeinden Brunnen und Skulpturen, meist mit ortsgeschichtlichen Motiven – so auch in Baesweiler. Dr. Schroeders Vorliebe für Aachens Brunnen und Denkmäler wird noch verständlicher, wenn man weiß, dass er ein Neffe von Prof. Fischer ist. Neben seinen fachlichen Ausführungen zur Thematik wird Dr. Schroeder während der Führung auch auf den überlieferten Aachener Sagenschatz zurückgreifen und zudem das eine oder andere „Öcher Ameröllche än Verzällche“ wiedergeben.
Auch diese Veranstaltung des Geschichtsvereins Baesweiler ist kostenlos.
Anmeldungen werden erbeten beim Geschäftsführer Günter Pesler (Tel. 02401-4902, E-Mail gpesler@t-online.de).

Günter Pesler: „Russische Kriegsgefangene in Baesweiler“

Kooperationsveranstaltung von
Geschichtsverein Baesweiler und VHS Nordkreis Aachen
Zeit: Donnerstag, 1. Juni 2017, 19:00 Uhr
Ort: „Zur alten Schmiede“, Aachener Straße 240, 52499 Baesweiler

Es gab in Baesweiler ein Lager für russische Kriegsgefangene? Eine Frage, die häufig mit Erstaunen gestellt wird, wenn jemand mit der Thematik in Berührung kommt. Dabei waren Kriegsgefangenenlager und Zwangsarbeit Bestandteile des alltäglichen Lebens der Menschen im Deutschland des Zweiten Weltkriegs, auch in der Aachener Region und in Baesweiler. Und warum ist dieses Thema nach mehr als 70 Jahren noch interessant? Das Menschenbild, das damals hinter dem Umgang mit den russischen Kriegsgefangenen stand, ist durchaus noch in modernen Gesellschaften präsent. Der Vortrag ist demzufolge neben der historischen Faktenlage als gegenwartsbezogene Erinnerungskultur zu verstehen, die heute und auch zukünftig notwendig sein wird, um der stets wiederkehrenden Modernisierung der Barbarei begegnen zu können. Welche Inhalte darüber hinaus wird Ihnen der Referent an dem Vortragsabend präsentieren?
Die Funktionalität der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland konnte wäh-rend des Zweiten Weltkriegs nur durch Zwangsarbeit im großen Stil aufrechterhalten werden. Betroffen waren viele Gruppen, doch keine musste so stark leiden wie die russischen Kriegsgefangenen. Mit mehr als 5 Millionen ist allein ihre Anzahl überwältigend und diejenigen von ihnen, die Zwangsarbeit in Deutschland leisten mussten, fristeten ihr Dasein unter katastrophalen, absolut lebensfeindlichen Bedingungen, die sie von anderen Kriegsgefangenen unterschieden. Beispielsweise wurden sie gezielt eingesetzt in Bereichen, in denen körperlich harte, gesundheitsschädliche und gefährliche Arbeit geleistet werden musste, so auch auf der Zeche Carl-Alexander in Baesweiler. Mit ihrem „Arbeitseinsatz“ stellen sich eine ganze Reihe von Fragen: War er überhaupt zulässig im Rahmen des Völkerrechts? Warum galten für russische Kriegsgefangene besondere Vorschriften und welche waren es im Einzelnen? Wie erfolgte ihre Verteilung und wie waren ihre konkreten Lebensbedingungen? Hatten die Menschen in Baesweiler Kontakte zu den Gefangenen und wenn ja, wie sahen diese aus? Der Referent wird den Leidensweg der russischen Soldaten von der Gefangennahme bis zu ihrer Verwendung als Zwangsarbeiter in Baesweiler nachzeichnen, wobei sich die damalige Situation im Ort u. a. auf Zeitzeugenaussagen stützt, die aus Interviews gewonnen werden konnten.

Eintritt: Frei
Anmeldung: Geschichtsverein Baesweiler, Tel. 02401-4902 oder
E-Mail: gpesler@t-online.de oder
Volkshochschule Nordkreis-Aachen, Tel. 02404-90630

Vortrag
Liberté, Egalité, Fraternité
Das Würselener Gebiet während der Franzosenzeit als Teil des Département de Roer

Günter Breuer
Arbeitskreis Geschichtswerkstatt der Kulturstiftung und des Kulturarchivs Würselen
Freitag, 7. April 2017
19.00 Uhr
Würselen
Altes Rathaus, Kaiserstraße 36
Eintritt frei
Eine Gemeinschaftsveranstaltung von:
Deutsch-Französische Gesellschaft Würselen e.V.
Kulturarchiv und Kulturstiftung der Stadt Würselen
Heimatverein Würselen
Heimat- und Geschichtsverein Euchen

Geschichtskreis der Pfarre St. Sebastian


Sehr geehrte Damen und Herren,
der 2. Euregionale Geschichtsmarkt in der Abtei Rolduc war ein würdiger Nachfolger der ersten Veranstaltung dieser Art vor zwei Jahren. Ohne Sie und Ihre Mitstreiter, ohne ihre Expertise, ohne Ihre Bereitschaft, der Öffentlichkeit Ihre vielfältigen historischen Tätigkeitsfelder vorzustellen, wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen, deshalb ist es dem Organisationsteam ein Herzensanliegen, Ihnen und allen Beteiligten zu danken.
Mit insgesamt mehr als 1.100 Besuchern konnte das schon beachtliche Interesse der Premierenveranstaltung im Jahre 2015 gesteigert werden. Diese äußerst positive Publikumsresonanz ist Motivation für eine weitere Auflage des Euregionalen Geschichtsmarktes im Jahre 2019. Aber nicht nur das öffentliche Interesse ist dafür ausschlaggebend, auch die Zahl von 34 Ausstellern (2015: 26) motiviert zu einer Neuauflage. Damit konnten, kaufmännisch betrachtet, sowohl Angebot als auch Nachfrage gesteigert werden, und das ist eine gute Nachricht für alle Teilnehmer des 2. Euregionalen Geschichtsmarktes.
Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen haben wieder einmal den Beweis erbracht, wie facettenreich lokale und regionale Geschichte ist. Sie haben in bester Art und Weise die Ergebnisse Ihrer historischen Forschungsarbeit präsentiert und damit in der Öffentlichkeit, darauf lassen bereits die ersten Rückmeldungen schließen, ein sehr positives Echo hervorgerufen.
Bitte geben Sie den Dank des Organisationsteams an alle Ihre Kolleginnen und Kollegen weiter, die mit ihrem persönlichen Einsatz zum Gelingen des 2. Euregionalen Geschichtsmarktes beigetragen haben.
Herzlichen Dank, dass Sie dabei waren!
Mit den besten Grüßen, Ihr Organisationsteam
Catharina Scholtens Günter Pesler 

2. Euregionaler Geschichtsmarkt in der Abtei Rolduc –
Ausrichter: Geschichtsverein Baesweiler e. V. und die Stichting Eurode 2000+

Zeit: Sonntag, 23. April 2017, 11:00 - 17:00 Uhr
Ort: Abtei Rolduc, Heyendallaan 82, NL-6464 Kerkrade

 



Der Geschichtsverein Baesweiler e. V. und die Stichting Eurode 2000+ richten in der wunderschönen Abtei Rolduc den nunmehr 2. Euregionalen Geschichtsmarkt aus. Nachdem die erste Veranstaltung dieser Art im April 2015 mit ca. 1.000 Besuchern einen großen Publikumszuspruch erfahren hat, wird nun dem von vielen Seiten geäußerten Wunsch nachgekommen, eine Folgeveranstaltung zu initiieren. Damit werden sich erneut eine ganze Reihe von Vereinen aus der Grenzregion Belgien / Deutschland / Niederlande zusammenfinden, Vereine, die sich zum Ziel gesetzt haben, das historische und kulturelle Erbe zu bewahren. Sie betreiben historische Forschung, sie sind genealogisch tätig und sie publizieren regelmäßig ihre Arbeitsergebnisse zur lokalen und regionalen Geschichte. Ziel dieser gemeinsamen Veranstaltung ist, der Öffentlichkeit Projekte, Ausstellungen und Publikationen zu präsentieren und ihr damit die Vereinsarbeit näherzubringen sowie bestenfalls eigenes Forschungsinteresse bei den Gästen zu wecken. Darüber hinaus finden über den ganzen Tag verteilt, Vorträge zu historischen Themen statt. Dem Publikum soll insgesamt die ganze Bandbreite an lokaler und regionaler historischer Arbeit vorgestellt werden. Mehr als 30 teilnehmende Geschichtsvereine und Institutionen zeigen die Möglichkeiten, um Historie aus eigener Anschauung kennenzulernen. In der jüngeren Vergangenheit ist der lokalen und regionalen Geschichtsschreibung von professionellen Historikern zunehmende Beachtung geschenkt worden, nicht selten werden Geschichtsvereine von historischen Instituten um ihre Expertise gebeten. Die Besucher können sich nun von der Qualität Forschungsarbeit ein eigenes Bild machen. Die Ausstellung in zwei großen repräsentativen Ausstellungsräumen und die Vorträge in einem separaten Veranstaltungssaal bieten reichlich Gelegenheit dazu. Inspiration, um sich mit der Geschichte des eigenen Heimatortes auseinanderzusetzen, wird jedenfalls mehr als ausreichend geboten. Wer weiß, vielleicht entstehen daraus sogar Ideen für die Gestaltung eines eigenen Forschungs-vorhabens. Darüber hinaus lohnt ein Besuch in der Abtei Rolduc natürlich immer.


Vorträge

Vortrag 1: Dietmar Kottmann, „Schlacht von Baesweiler“ (11:30 - 12:15 Uhr)
Vortrag 2: Mart Graef, „De Galgenberg von Horn“ (12:30 - 13:00 Uhr) - niederländisch
Vortrag 3: Guido von Büren, „Aktuelles zur Kommende Siersdorf (13:15 - 13:45 Uhr)
Vortrag 4: Dr. Jochen Helbig, „Zu den Kalculen (14:00 - 14:30 Uhr)
Vortrag 5: Peter Dinninghoff, „Neustraße/Nieuwstraat“ (14:45 - 15:15 Uhr)
Vortrag 6: Dr. Walter Maaßen, „Die Sammlung Crous“ (15:30 - 16:00 Uhr)
Vortrag 7: Martin v. d. Weerde, „Stolpersteine in der Euregio“ (16:15 - 16:45 Uhr) - niederländisch

 

 

Der Eintritt ist selbstverständlich frei.



Einladung zur Jahreshauptversammlung am
Donnerstag, 16. März 2017, 19:00 Uhr
Ort: Zur Alten Schmiede, Aachener Straße 240, Baesweiler

Tagesordnung:


Baesweiler, im Februar 2016
Catharina Scholtens
- 1. Vorsitzende -

Guus Janssen:
Mercator - Universalgelehrter aus hiesiger Region
Zeit: Donnerstag, 9. März 2017, 19:00 Uhr
Ort: „Zur alten Schmiede“, Aachener Straße 240, 52499 Baesweiler

Dem Geschichtsverein Baesweiler ist es gelungen, den renommierten niederländischen Historiker Guus Janssen zu gewinnen. Er führt in seinem Vortrag durch das Leben eines Gelehrten, der nicht weit von Baesweiler seine ersten Lebensjahre verbrachte: Gerard Mercator.
Im Jahr 2012 war es 500 Jahre her, dass er in Rupelmonde (Ost - Flandern) das Tageslicht erblickte. Die Eltern von Gerard de Cremer (lateinisch: Mercator) wohnten in Gangelt, wo er wohl seine Kindheit und die ersten Schuljahre verbrachte. Danach studierte er in Den Bosch und Leuven. Im Jahre 1544 wurde er mit weiteren Leuvener Bürgern wegen „Lutherey“, dem Verdacht der Ketzerei, verhaftet. Er konnte sich seine Freiheit erkaufen, blieb noch einige Jahre in Leuven, um danach nach Duisburg in die Vereinigten Herzogtümer Jülich - Kleve - Berg umzusiedeln. Sein Grabmal befindet sich in der Salvatorkirche in Duisburg. Mercator gestaltete Globusse und Karten, er verfasste geografische und kosmografische Schriften und ist Erfinder der Mercatorprojektion.
Wer war Mercator, wie war sein Leben, wie sein Werk in Politik und im geistlichen Klima der vereinigten Herzogtümer?
Der Referent setzt sich mit einem Universalgenie auseinander, dessen Bekanntheitsgrad bereits zu Lebzeiten sich weit über den europäischen Raum hinaus erstreckte. Er zählt zweifellos zu den berühmtesten Söhnen aus der hiesigen Region.
Eintritt: Frei

Prof. Max Kerner: Friedrich II. als Kreuzfahrer

Zeit: Donnerstag, 16. Februar 2017, 19:00 Uhr Ort: „Zur alten Schmiede", Aachener Straße 240, 52499 Baesweiler

Bereits im Jahre 2014 durfte der Geschichtsverein Baesweiler Prof. Max Kerner zu einem Vortrag begrüßen, damals über „Karl der Große". Das Publikum war damals von der lebendigen und schwungvollen Vortragsweise begeistert, und auch an diesem Vortragsabend dürfen die Gäste mit einem engagierten und unterhaltsamen Vortrag rechnen, wenn der Historiker mit den Forschungsschwerpunkten Karl der Große, kirchliche Rechtsgeschichte und Geschichte der politischen Ideen des hohen Mittelalters zu Friedrich II. als Kreuzfahrer referieren wird, dem letzten staufischen Kaiser, der bei seinen Anhängern als das „Staunen der Welt" (stupor mundi) galt.
Vorzustellen ist dabei der "ungewöhnliche" Kreuzzug Friedrichs II. von 1228-29. Von besonderer Art war diese Kreuzfahrt, weil Friedrich II. sie als gebannter Herrscher und König von Jerusalem unternahm und weil der staufische Kaiser weniger mit militärischen Mitteln als auf dem Verhandlungsweg mit Sultan al-Kamil für die Christen die heiligen Stätten Jerusalem, Bethlehem und Nazareth zurückerhielt, andererseits aber auch den Muslimen im Gegenzug den Tempelberg zur religiösen Verehrung öffnete. Kaiser Friedrich II. (1194-1250) ist offenbar kein gewöhnlicher Heiliglandpilger und Kreuzfahrer (Non ut ceteri peregrini), sondern ein "wunderbarer Veränderer der Welt" (immutator mirabilis mundi), wie die Zeitgenossen meinten. Dies gilt es zu hinterfragen.
Eintritt: Frei
Anmeldung: Günter Pesler, Tel. 02401-4902 oder E-Mail: gpesler@t-online.de