Archiv 2017



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Hier gibt es das Programm für das 1. Halbjahr 2017
Hier gibt es das Programm für das 2. Halbjahr 2017

Aachener Brunnen und Denkmäler –
Führung rund um Dom und Rathaus mit dem Geschichtsverein Baesweiler

Der Geschichtsverein Baesweiler bietet am Samstag, 24. Juni 2017, eine um 15:00 Uhr beginnende und ca. 90-minütige dauernde Führung zu den Aachener Brunnen und Denkmälern rund um Dom und Rathaus an; Treffpunkt ist der Haupteingang vor dem Aachener Dom (Domvorhof). Mit Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Schroeder hat der Verein einen echten „Öcher“ und einen ausgewiesenen Experten in seinen Reihen, der mit der Aachener Innenstadt und ihrer Geschichte bestens vertraut ist. Denn schon als Kind und Jugendlicher beobachtete er auf seinem Schulweg zum Kaiser-Karls-Gymnasium täglich die kleinen und großen baulichen Veränderungen in der Innenstadt, wobei schon früh die alten und neu errichteten Denkmäler, Skulpturen und Brunnen, die Motive aus der Geschichte Aachens aufgriffen, auf sein besonderes Interesse stießen. In dieser Zeit war die Aachener Stadtverwaltung bestrebt, den über den Krieg geretteten Bestand an Denkmälern und Brunnen zu erhalten und die Innenstadt durch neue künstlerische Objekte, die nicht nur der Aachener Vergangenheit zugewandt sein sollten, zu erweitern. Maßgeblich beteiligt an der Ausführung dieses Vorhabens war der damalige, sehr kunstfreudige Baudezernent der Stadt Aachen, Prof. Dr. Wilhelm K. Fischer. Er verstand es, die Denkmal- und Brunnenfreude der Aachener zu beleben und zahlreiche Aachener Künstler für die Verwirklichung dieses Plans zu gewinnen, so dass sich Aachen bis heute besonders durch seine Brunnen und Denkmäler als besuchenswerte Stadt erweist. Bald schufen die Aachener Künstler/innen auch für die umliegenden Städte und Gemeinden Brunnen und Skulpturen, meist mit ortsgeschichtlichen Motiven – so auch in Baesweiler. Dr. Schroeders Vorliebe für Aachens Brunnen und Denkmäler wird noch verständlicher, wenn man weiß, dass er ein Neffe von Prof. Fischer ist. Neben seinen fachlichen Ausführungen zur Thematik wird Dr. Schroeder während der Führung auch auf den überlieferten Aachener Sagenschatz zurückgreifen und zudem das eine oder andere „Öcher Ameröllche än Verzällche“ wiedergeben.
Auch diese Veranstaltung des Geschichtsvereins Baesweiler ist kostenlos.
Anmeldungen werden erbeten beim Geschäftsführer Günter Pesler (Tel. 02401-4902, E-Mail gpesler@t-online.de).

Günter Pesler: „Russische Kriegsgefangene in Baesweiler“

Kooperationsveranstaltung von
Geschichtsverein Baesweiler und VHS Nordkreis Aachen
Zeit: Donnerstag, 1. Juni 2017, 19:00 Uhr
Ort: „Zur alten Schmiede“, Aachener Straße 240, 52499 Baesweiler

Es gab in Baesweiler ein Lager für russische Kriegsgefangene? Eine Frage, die häufig mit Erstaunen gestellt wird, wenn jemand mit der Thematik in Berührung kommt. Dabei waren Kriegsgefangenenlager und Zwangsarbeit Bestandteile des alltäglichen Lebens der Menschen im Deutschland des Zweiten Weltkriegs, auch in der Aachener Region und in Baesweiler. Und warum ist dieses Thema nach mehr als 70 Jahren noch interessant? Das Menschenbild, das damals hinter dem Umgang mit den russischen Kriegsgefangenen stand, ist durchaus noch in modernen Gesellschaften präsent. Der Vortrag ist demzufolge neben der historischen Faktenlage als gegenwartsbezogene Erinnerungskultur zu verstehen, die heute und auch zukünftig notwendig sein wird, um der stets wiederkehrenden Modernisierung der Barbarei begegnen zu können. Welche Inhalte darüber hinaus wird Ihnen der Referent an dem Vortragsabend präsentieren?
Die Funktionalität der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland konnte wäh-rend des Zweiten Weltkriegs nur durch Zwangsarbeit im großen Stil aufrechterhalten werden. Betroffen waren viele Gruppen, doch keine musste so stark leiden wie die russischen Kriegsgefangenen. Mit mehr als 5 Millionen ist allein ihre Anzahl überwältigend und diejenigen von ihnen, die Zwangsarbeit in Deutschland leisten mussten, fristeten ihr Dasein unter katastrophalen, absolut lebensfeindlichen Bedingungen, die sie von anderen Kriegsgefangenen unterschieden. Beispielsweise wurden sie gezielt eingesetzt in Bereichen, in denen körperlich harte, gesundheitsschädliche und gefährliche Arbeit geleistet werden musste, so auch auf der Zeche Carl-Alexander in Baesweiler. Mit ihrem „Arbeitseinsatz“ stellen sich eine ganze Reihe von Fragen: War er überhaupt zulässig im Rahmen des Völkerrechts? Warum galten für russische Kriegsgefangene besondere Vorschriften und welche waren es im Einzelnen? Wie erfolgte ihre Verteilung und wie waren ihre konkreten Lebensbedingungen? Hatten die Menschen in Baesweiler Kontakte zu den Gefangenen und wenn ja, wie sahen diese aus? Der Referent wird den Leidensweg der russischen Soldaten von der Gefangennahme bis zu ihrer Verwendung als Zwangsarbeiter in Baesweiler nachzeichnen, wobei sich die damalige Situation im Ort u. a. auf Zeitzeugenaussagen stützt, die aus Interviews gewonnen werden konnten.

Eintritt: Frei
Anmeldung: Geschichtsverein Baesweiler, Tel. 02401-4902 oder
E-Mail: gpesler@t-online.de oder
Volkshochschule Nordkreis-Aachen, Tel. 02404-90630

Vortrag
Liberté, Egalité, Fraternité
Das Würselener Gebiet während der Franzosenzeit als Teil des Département de Roer

Günter Breuer
Arbeitskreis Geschichtswerkstatt der Kulturstiftung und des Kulturarchivs Würselen
Freitag, 7. April 2017
19.00 Uhr
Würselen
Altes Rathaus, Kaiserstraße 36
Eintritt frei
Eine Gemeinschaftsveranstaltung von:
Deutsch-Französische Gesellschaft Würselen e.V.
Kulturarchiv und Kulturstiftung der Stadt Würselen
Heimatverein Würselen
Heimat- und Geschichtsverein Euchen

Geschichtskreis der Pfarre St. Sebastian


Sehr geehrte Damen und Herren,
der 2. Euregionale Geschichtsmarkt in der Abtei Rolduc war ein würdiger Nachfolger der ersten Veranstaltung dieser Art vor zwei Jahren. Ohne Sie und Ihre Mitstreiter, ohne ihre Expertise, ohne Ihre Bereitschaft, der Öffentlichkeit Ihre vielfältigen historischen Tätigkeitsfelder vorzustellen, wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen, deshalb ist es dem Organisationsteam ein Herzensanliegen, Ihnen und allen Beteiligten zu danken.
Mit insgesamt mehr als 1.100 Besuchern konnte das schon beachtliche Interesse der Premierenveranstaltung im Jahre 2015 gesteigert werden. Diese äußerst positive Publikumsresonanz ist Motivation für eine weitere Auflage des Euregionalen Geschichtsmarktes im Jahre 2019. Aber nicht nur das öffentliche Interesse ist dafür ausschlaggebend, auch die Zahl von 34 Ausstellern (2015: 26) motiviert zu einer Neuauflage. Damit konnten, kaufmännisch betrachtet, sowohl Angebot als auch Nachfrage gesteigert werden, und das ist eine gute Nachricht für alle Teilnehmer des 2. Euregionalen Geschichtsmarktes.
Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen haben wieder einmal den Beweis erbracht, wie facettenreich lokale und regionale Geschichte ist. Sie haben in bester Art und Weise die Ergebnisse Ihrer historischen Forschungsarbeit präsentiert und damit in der Öffentlichkeit, darauf lassen bereits die ersten Rückmeldungen schließen, ein sehr positives Echo hervorgerufen.
Bitte geben Sie den Dank des Organisationsteams an alle Ihre Kolleginnen und Kollegen weiter, die mit ihrem persönlichen Einsatz zum Gelingen des 2. Euregionalen Geschichtsmarktes beigetragen haben.
Herzlichen Dank, dass Sie dabei waren!
Mit den besten Grüßen, Ihr Organisationsteam
Catharina Scholtens Günter Pesler 

2. Euregionaler Geschichtsmarkt in der Abtei Rolduc –
Ausrichter: Geschichtsverein Baesweiler e. V. und die Stichting Eurode 2000+

Zeit: Sonntag, 23. April 2017, 11:00 - 17:00 Uhr
Ort: Abtei Rolduc, Heyendallaan 82, NL-6464 Kerkrade

 



Der Geschichtsverein Baesweiler e. V. und die Stichting Eurode 2000+ richten in der wunderschönen Abtei Rolduc den nunmehr 2. Euregionalen Geschichtsmarkt aus. Nachdem die erste Veranstaltung dieser Art im April 2015 mit ca. 1.000 Besuchern einen großen Publikumszuspruch erfahren hat, wird nun dem von vielen Seiten geäußerten Wunsch nachgekommen, eine Folgeveranstaltung zu initiieren. Damit werden sich erneut eine ganze Reihe von Vereinen aus der Grenzregion Belgien / Deutschland / Niederlande zusammenfinden, Vereine, die sich zum Ziel gesetzt haben, das historische und kulturelle Erbe zu bewahren. Sie betreiben historische Forschung, sie sind genealogisch tätig und sie publizieren regelmäßig ihre Arbeitsergebnisse zur lokalen und regionalen Geschichte. Ziel dieser gemeinsamen Veranstaltung ist, der Öffentlichkeit Projekte, Ausstellungen und Publikationen zu präsentieren und ihr damit die Vereinsarbeit näherzubringen sowie bestenfalls eigenes Forschungsinteresse bei den Gästen zu wecken. Darüber hinaus finden über den ganzen Tag verteilt, Vorträge zu historischen Themen statt. Dem Publikum soll insgesamt die ganze Bandbreite an lokaler und regionaler historischer Arbeit vorgestellt werden. Mehr als 30 teilnehmende Geschichtsvereine und Institutionen zeigen die Möglichkeiten, um Historie aus eigener Anschauung kennenzulernen. In der jüngeren Vergangenheit ist der lokalen und regionalen Geschichtsschreibung von professionellen Historikern zunehmende Beachtung geschenkt worden, nicht selten werden Geschichtsvereine von historischen Instituten um ihre Expertise gebeten. Die Besucher können sich nun von der Qualität Forschungsarbeit ein eigenes Bild machen. Die Ausstellung in zwei großen repräsentativen Ausstellungsräumen und die Vorträge in einem separaten Veranstaltungssaal bieten reichlich Gelegenheit dazu. Inspiration, um sich mit der Geschichte des eigenen Heimatortes auseinanderzusetzen, wird jedenfalls mehr als ausreichend geboten. Wer weiß, vielleicht entstehen daraus sogar Ideen für die Gestaltung eines eigenen Forschungs-vorhabens. Darüber hinaus lohnt ein Besuch in der Abtei Rolduc natürlich immer.


Vorträge

Vortrag 1: Dietmar Kottmann, „Schlacht von Baesweiler“ (11:30 - 12:15 Uhr)
Vortrag 2: Mart Graef, „De Galgenberg von Horn“ (12:30 - 13:00 Uhr) - niederländisch
Vortrag 3: Guido von Büren, „Aktuelles zur Kommende Siersdorf (13:15 - 13:45 Uhr)
Vortrag 4: Dr. Jochen Helbig, „Zu den Kalculen (14:00 - 14:30 Uhr)
Vortrag 5: Peter Dinninghoff, „Neustraße/Nieuwstraat“ (14:45 - 15:15 Uhr)
Vortrag 6: Dr. Walter Maaßen, „Die Sammlung Crous“ (15:30 - 16:00 Uhr)
Vortrag 7: Martin v. d. Weerde, „Stolpersteine in der Euregio“ (16:15 - 16:45 Uhr) - niederländisch

 

 

Der Eintritt ist selbstverständlich frei.



Einladung zur Jahreshauptversammlung am
Donnerstag, 16. März 2017, 19:00 Uhr
Ort: Zur Alten Schmiede, Aachener Straße 240, Baesweiler

Tagesordnung:


Baesweiler, im Februar 2016
Catharina Scholtens
- 1. Vorsitzende -

Guus Janssen:
Mercator - Universalgelehrter aus hiesiger Region
Zeit: Donnerstag, 9. März 2017, 19:00 Uhr
Ort: „Zur alten Schmiede“, Aachener Straße 240, 52499 Baesweiler

Dem Geschichtsverein Baesweiler ist es gelungen, den renommierten niederländischen Historiker Guus Janssen zu gewinnen. Er führt in seinem Vortrag durch das Leben eines Gelehrten, der nicht weit von Baesweiler seine ersten Lebensjahre verbrachte: Gerard Mercator.
Im Jahr 2012 war es 500 Jahre her, dass er in Rupelmonde (Ost - Flandern) das Tageslicht erblickte. Die Eltern von Gerard de Cremer (lateinisch: Mercator) wohnten in Gangelt, wo er wohl seine Kindheit und die ersten Schuljahre verbrachte. Danach studierte er in Den Bosch und Leuven. Im Jahre 1544 wurde er mit weiteren Leuvener Bürgern wegen „Lutherey“, dem Verdacht der Ketzerei, verhaftet. Er konnte sich seine Freiheit erkaufen, blieb noch einige Jahre in Leuven, um danach nach Duisburg in die Vereinigten Herzogtümer Jülich - Kleve - Berg umzusiedeln. Sein Grabmal befindet sich in der Salvatorkirche in Duisburg. Mercator gestaltete Globusse und Karten, er verfasste geografische und kosmografische Schriften und ist Erfinder der Mercatorprojektion.
Wer war Mercator, wie war sein Leben, wie sein Werk in Politik und im geistlichen Klima der vereinigten Herzogtümer?
Der Referent setzt sich mit einem Universalgenie auseinander, dessen Bekanntheitsgrad bereits zu Lebzeiten sich weit über den europäischen Raum hinaus erstreckte. Er zählt zweifellos zu den berühmtesten Söhnen aus der hiesigen Region.
Eintritt: Frei

Prof. Max Kerner: Friedrich II. als Kreuzfahrer

Zeit: Donnerstag, 16. Februar 2017, 19:00 Uhr Ort: „Zur alten Schmiede", Aachener Straße 240, 52499 Baesweiler

Bereits im Jahre 2014 durfte der Geschichtsverein Baesweiler Prof. Max Kerner zu einem Vortrag begrüßen, damals über „Karl der Große". Das Publikum war damals von der lebendigen und schwungvollen Vortragsweise begeistert, und auch an diesem Vortragsabend dürfen die Gäste mit einem engagierten und unterhaltsamen Vortrag rechnen, wenn der Historiker mit den Forschungsschwerpunkten Karl der Große, kirchliche Rechtsgeschichte und Geschichte der politischen Ideen des hohen Mittelalters zu Friedrich II. als Kreuzfahrer referieren wird, dem letzten staufischen Kaiser, der bei seinen Anhängern als das „Staunen der Welt" (stupor mundi) galt.
Vorzustellen ist dabei der "ungewöhnliche" Kreuzzug Friedrichs II. von 1228-29. Von besonderer Art war diese Kreuzfahrt, weil Friedrich II. sie als gebannter Herrscher und König von Jerusalem unternahm und weil der staufische Kaiser weniger mit militärischen Mitteln als auf dem Verhandlungsweg mit Sultan al-Kamil für die Christen die heiligen Stätten Jerusalem, Bethlehem und Nazareth zurückerhielt, andererseits aber auch den Muslimen im Gegenzug den Tempelberg zur religiösen Verehrung öffnete. Kaiser Friedrich II. (1194-1250) ist offenbar kein gewöhnlicher Heiliglandpilger und Kreuzfahrer (Non ut ceteri peregrini), sondern ein "wunderbarer Veränderer der Welt" (immutator mirabilis mundi), wie die Zeitgenossen meinten. Dies gilt es zu hinterfragen.
Eintritt: Frei
Anmeldung: Günter Pesler, Tel. 02401-4902 oder E-Mail: gpesler@t-online.de